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Mehr Unfälle mit E-Scootern und Pedelecs in Hessen

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Von: Peter Hanack

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Mit E-Scooters kracht es immer öfter auf den Straßen, Radwegen und Bürgersteigen. Die Zahlen steigen deutlich an.
Mit E-Scooters kracht es immer öfter auf den Straßen, Radwegen und Bürgersteigen. Die Zahlen steigen deutlich an. © Polizei Hessen

Eine Zunahme der Unfälle gibt es in Hessen auch bei Pedelecs und E-Scootern Dafür gab es 2021 so wenige Verkehrstote wie nie.

Insgesamt ist das Geschehen auf Hessens Straßen sicherer geworden. Das belegt die Verkehrsstatistik, die das Innenministerium am Montag veröffentlicht hat. Aber es gibt auch Bereiche, bei denen die Zahl der Unfälle gestiegen ist.

Deutlich zugenommen haben Verkehrsunfälle, bei denen Lastwagen beteiligt waren. Deren Zahl ist im vergangenen Jahr auf gut 19 600 gestiegen, 2020 waren es noch rund 17 200 – ein Plus von 14 Prozent. Die Zahl der Getöteten stieg sogar von 36 auf nun 44 Personen. Das sind 22 Prozent mehr. Auch bei den Schwerverletzten gab es einen Anstieg. 366 waren es im Jahr 2021, 2020 lag deren Zahl noch bei 329.

Hessens Polizei will Lastwagen daher noch genauer als bisher kontrollieren, wie Innenminister Peter Beuth (CDU) mitteilt. So sollen in diesem Jahr sieben spezielle Fahrzeuge angeschafft werden, die die Breite von Lastwagen beim Vorbeifahren erfassen können und so schnellere Kontrollen ermöglichen. Auch Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten sollen einfacher erkannt werden können. Das Verfolgen dieser Delikte sei besonders wichtig für mehr Sicherheit, da damit der Übermüdung von Lastwagenfahrern und -fahrerinnen entgegengewirkt werde.

Mehr Polizeikontrollen

Noch in einem anderen Verkehrssegment gab es 2021 mehr Unfälle als im Jahr zuvor: bei Pedelecs und E-Bikes. Die Gesamtzahl der Unfälle mit Pedelecs, die mit elektrischer Unterstützung bis zu 25 Stundenkilometer schnell fahren können, ist um 17 Prozent auf nun knapp 900 gestiegen. 188 Personen wurden schwer verletzt. 2020 waren es 170. Bei den Leichtverletzten stieg die Zahl von 460 auf 550, eine Zunahme von rund 20 Prozent. Zu Tode kamen jeweils neun Menschen.

E-Bikes, die bis zu 45 Stundenkilometer erreichen, sind wesentlich seltener auf den Straßen zu sehen. Dort stieg die Zahl der Unfälle von 21 auf 28. Schwer verletzt wurden 2021 dabei sieben Menschen, 2020 waren es zwei. Tote gab es keine.

Schwere Unfälle mit E-Bikes

Häufiger als früher sind auch E-Scooter, also Roller mit Elektroantrieb, in Unfälle verwickelt. Die Statistik erfasst diese seit 2020 in einer eigenen Rubrik. Gab es damals noch 228 Unfälle, bei denen 145 Personen verletzt wurden, waren es 2021 schon 442, also rund dreimal so viele.

Insgesamt verzeichnete die hessische Polizei 2021 gut 130 600 Verkehrsunfälle. Das sind 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr. 185 Menschen wurden dabei getötet. Das sind 20 weniger als noch 2020. Damit ist 2021 laut Innenministerium das Jahr mit den wenigsten Verkehrstoten seit Einführung der Statistik 1950.

Während allerdings 2020 kein Kind im Straßenverkehr tödlich verletzt wurde, starben dort 2021 drei Kinder. Zu Tode kamen auch sieben Jugendliche, 2020 waren es fünf gewesen.

Drei Kinder getötet

Den größten Anteil der Getöteten machen Erwachsene zwischen 25 und 65 Jahren aus. Deren Zahl lag zuletzt bei 95. 2018 waren es allerdings noch 135. Bei den Senioren und Seniorinnen über 65 Jahren nahm die Zahl der Verkehrsunfälle zwar um sechs Prozent zu, dennoch gab es zehn Prozent weniger Verletzte. Getötet wurden in dieser Altersgruppe 53 Menschen, 2018 kamen bei den Älteren noch 79 Menschen zu Tode.

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