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Hochwasser am Rhein im Wiesbadener Stadtteil Biebrich im Februar dieses Jahres.
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Hochwasser am Rhein im Wiesbadener Stadtteil Biebrich im Februar dieses Jahres.

Katastrophen

Mehr Schutz gegen Hochwasser in Hessen

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Neue Karten zeigen, wo entlang von Rhein, Main und den Nebenflüssen Überwemmungen drohen. Und welchen Schaden sie in Hessen anrichten könnten.

Hochwasserschutz hat an Bedeutung gewonnen. Extreme Wetterereignisse werden aufgrund des Klimawandels zunehmen. Passend dazu hat das Regierungspräsidium Darmstadt nun einen länderübergreifenden Plan zum Hochwasser-Risikomanagement veröffentlicht.

Der aktualisierte Plan betrifft das Einzugsgebiet des Rheins und soll den Anwohner:innen dazu dienen, sich über die jeweiligen Hochwassergefahren vor Ort zu informieren. Dazu sind vor allem die regionalen Ergänzungspläne gedacht, die zum großen Rheinplan gehören.

Für Südhessen gibt es Einzelpläne, die jeweils bestimmte Regionen abbilden. Sie gelten für den Mittel- und Oberrhein inklusive Weschnitz und Landgraben, für die Lahn, den Main, Nidda, Kinzig, Gerprenz und Mümling im Odenwald. Außerdem für den Liederbach und den Sulzbach, den Schwarzbach sowie den Neckar.

Pläne und Karten anschauen

Die Pläne zum Hochwasserschutz können bis zum 2. Februar öffentlich eingesehen werden.

Zu finden sind sie vorort in den Regierungspräsidien Darmstadt (auch an den Standorten Frankfurt und Wiesbaden) und Gießen oder online unter www.rp-darmstadt.hessen.de und www.rp-giessen.hessen.de pgh

In die Pläne eingegangen sind die Stellungnahmen von Organisationen und Bürger:innen während der Öffentlichkeitsbeteiligung. Interessierte hatten von 22. März bis 22. Juni dieses Jahres die Möglichkeit, den Planentwurf samt Umweltbericht einzusehen und zu kommentieren.

Nach Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen seien die Dokumente dort angepasst worden, wo es erforderlich schien, teilt das Regierungspräsidium mit. Erstellt worden ist das Planwerk von den acht Bundesländern, die an den Rhein grenzen. Federführend dabei war die Geschäftsstelle der Flussgebietsgemeinschaft Rhein.

Schutz für Leben und Kulturgüter

Grundlage für den Hochwasserschutz entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse ist die europäische Richtlinie zum Hochwasser-Risikomanagement. Sie soll dafür sorgen, dass ein Hochwasser möglichst wenig Schaden anrichtet. Besonders im Blick hat man dabei Leben und Gesundheit von Menschen, wertvolle Kulturgüter und die möglichen Folgen für Umwelt und Wirtschaft.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben die zuständigen Behörden hessen- und deutschlandweit die örtlichen Flussgebiete auf ihr spezifisches Hochwasserrisiko untersucht und entsprechend bewertet. Daraufhin wurden die jeweiligen Hochwasserpläne erstellt. Darin zeigen verschiedene Karten, wie groß das Risiko einer Überschwemmung in den jeweiligen Gebieten tatsächlich ist, welche Flächen davon betroffen wären, und welche Infrastruktur-Einrichtungen geschädigt oder zerstört werden könnten.

Außerdem werden in den Plänen Ziele und Maßnahmen aufgeführt, wie Schäden möglichst vermieden werden können. Aufgeführt werden auch die bereits existierenden oder geplanten Schutzvorkehrungen. Die jeweiligen Pläne werden alle sechs Jahre überprüft und gegebenenfalls aktualisiert.

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