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Medizinstudium in Hessen: Start der Landarztquote

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Von: Jutta Rippegather

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Auch wer später im Gesundheitsdienst arbeitet, kann sich ohne Spitzen-Noten bewerben. Mehr Studienplätze gibt es aber nicht.

Die Landesregierung hat das Online-Bewerbungsportal am Montag, 4. April, freigeschaltet. Im Oktober werden die drei medizinführenden hessischen Universitäten die ersten Studierenden aufnehmen, bei denen die Abiturnote nicht das ausschlaggebende Kriterium ist. Bedingung: Sie verpflichten sich, anschließend als Hausärztin beziehungsweise Hausarzt im ländlichen Raum oder als Fachärztin beziehungsweise Facharzt im Gesundheitsamt zu arbeiten. Ziel ist es, den öffentlichen Gesundheitsdienst und die hausärztliche Versorgung in Hessen zu stärken, die vor allem auf dem Land unter Nachwuchsmangel leidet.

„Das Besondere ist, dass der Notendurchschnitt der Hochschulzugangsberechtigung in diesem zweistufigen Auswahlverfahren nicht ausschlaggebend ist“, teilte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Montag in Wiesbaden mit. „Uns geht es stattdessen um eine persönliche und fachspezifische Eignung mit entsprechenden Kompetenzen.“ Das könnten Erfahrungen aus einer einschlägigen Ausbildung sein, aus beruflicher Tätigkeit, Ehrenamt oder Freiwilligendienst.

Vom kommenden Wintersemester an werde eine bestimmte Quote der rund 1000 hessischen Medizinstudienplätze in einem „universitär begleiteten Bewerbungsverfahren“ vergeben, so der Minister. 7,8 Prozent stellen die Unis Frankfurt, Gießen und Marburg zur Verfügung – 6,5 Prozent für spätere Landärztinnen und Landärzte sowie 1,3 Prozent für den öffentlichen Gesundheitsdienst. Der Studienplatz ist an eine Tätigkeit in beiden Bereichen gebunden. Neu ist ein begleitendes Schwerpunktprogramm für Landärztin und Landarzt ab dem ersten Semester.

Weitere Informationen und Kontakte: www.hlpug.de

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