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Dreimal testen pro Woche: So startet in Hessen das neue Schuljahr.
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Schule

Masken werden in Hessens Schulen wieder zur Pflicht

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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In Hessen stehen die Regeln für den Unterricht nach den Sommerferien fest. Die Furcht vor Reiserückkehrern führt zu einer Verschärfung. Für Präsenzunterricht gibt es keine Garantie.

Zu Beginn des nächsten Schuljahrs werden Hessens Schülerinnen und Schüler im Unterricht Masken tragen müssen. Dies gilt zumindest für die ersten beiden Schulwochen und ist der Sorge geschuldet, Reiserückkehrer könnten vermehrt Infektionen in die Schulen tragen. Kultusminister Alexander Lorz (CDU) setzt zudem darauf, dass möglichst viele Lehrkräfte und andere an Schulen tätige Personen bis zum Auftakt am 30. August vollständig geimpft sind.

Ziel sei es, von Beginn des Schuljahres an für alle Schülerinnen und Schüler täglich Präsenzunterricht anzubieten. Eine Garantie dafür wollte der Kultusminister am Montag allerdings nicht geben. Zu ungewiss sei dafür die Entwicklung der Corona-Pandemie. Vor allem die hochansteckende Delta-Variante, mögliche weitere Mutanten und die Lage am Ende der Urlaubszeit ließen eine sichere Prognose über den weiteren Verlauf nicht zu.

Drei Coron-Tests pro Woche statt zwei

Zwei „Präventionswochen“ nach dem Schulstart sollen deshalb mehr Sicherheit schaffen. Dazu gehört, dass Schüler und Schülerinnen in Innenräumen sowie auch während des Unterrichts medizinische Masken tragen müssen. Alltagsmasken sind nicht mehr erlaubt. Bei Einschulungsfeiern und ähnlichen Veranstaltungen gilt die dringende Empfehlung, Masken zu tragen. Ab der dritten Schulwoche könne auf die Maskenpflicht im Unterricht verzichtet werden, wenn die Pandemielage es zulasse. Zudem werde es an den Schulen in den ersten beiden Wochen drei statt zwei verpflichtende Test pro Woche geben.

Sommerferien und Schulstart

Die hessischen Sommerferien beginnen am Freitag, 16. Juli, nach der dritten Stunde. Der erste Schultag ist Montag, 30. August.

Die ersten beiden Schulwochen sind „Präventionswochen“, es gelten verschärfte Infektionsschutzregeln.

In dieser Zeit müssen auch während des Unterrichts medizinische Masken getragen werden. Es gibt drei verpflichtende Coronatests je Woche. pgh

Insgesamt sei er zuversichtlicher als vor einem Jahr, sagte Lorz. Das liege daran, dass es nun sowohl flächendeckend Tests gebe als auch die Möglichkeit der Impfung. Er hoffe sehr, dass auch für Kinder unter zwölf Jahren bald ein Impfstoff zur Verfügung stehe. Der Minister regte zudem an, auch die Impfung von 12- bis 16-Jährigen in Betracht zu ziehen, auch wenn es dafür noch keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission gebe. Sollte die Empfehlung auch für diese Gruppe ausgesprochen werden, stehe das Land bereit, kurzfristig spezielle Impfaktionen zu veranlassen.

Alle Lehrkräfte, die dies wünschten, könnten bis Ende der Sommerferien vollständig geimpft sein. Aus Datenschutzgründen gebe es über den Impfstatus des Personals zwar keine exakten Zahlen. Umfragen ließen jedoch annehmen, dass mehr als 80 Prozent der Lehrkräfte dazu bereit seien.

Wechselunterricht möglich

Wechselunterricht soll dann wieder angeordnet werden, wenn in einem Schulbezirk die Inzidenz über 100 steige. „Wir hoffen, dass wir diese Notbremse nicht ziehen müssen“, sagte Lorz. Zudem könnten die Gesundheitsämter nach Bedarf regionale oder schulbezogene Regelungen anordnen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Hessen begrüßte die angekündigten Vorkehrungen. Allerdings gebe es weiteren Handlungsbedarf, vor allem bei der Ausstattung von Klassenzimmern mit Luftfiltern. Auch der Verband Bildung und Erziehung (VBE) begrüßte die zweiwöchige „Sicherheitsphase“. Ohne sie riskiere man Schulschließungen und Quarantäne.

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