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Limburger Bischof: Homosexuelle sollen keine Nachteile mehr haben

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Von: Peter Hanack

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Das Bistum Limburg setzt das Arbeitsrecht aus. Und Generalvikar Wolfgang Rösch bittet um Vergebung für entstandenes Leid.

Die katholische Kirche in Deutschland will ihr Arbeitsrecht ändern. Nichtheterosexuelle und Wiederverheiratete sollen nicht länger diskriminiert werden. Im Bistum Limburg gilt das schon ab jetzt.

Der Limburger Generalvikar Wolfgang Rösch und Bischof Georg Bätzing, der Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, haben den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Bistums mitgeteilt, dass die aktuelle Grundordnung zum kirchlichen Arbeitsrecht nicht mehr angewendet werden solle. Dies gelte im Hinblick auf die sexuelle Orientierung und den Familienstand.

Menschen, die in einer gleichgeschlechtlichen Ehe lebten, die nicht heterosexuell oder geschieden und wiederverheiratet seien, hätten keine arbeitsrechtlichen Sanktionen mehr zu fürchten, schreibt Rösch in einer Erklärung, die vom 18. Februar datiert. Die „jetzige Form der Grundordnung deckt den Anspruch des Evangeliums nicht ab“, heißt es dort, dies führe zu Verletzungen und Unsicherheiten.

„Atmosphäre der Angst“

Die Anwendung dieser Grundordnung habe zu einer „Atmosphäre der Angst“ geführt. Menschen seien in ihrer Lebenssituation nicht wertgeschätzt worden, dadurch sei viel Leid entstanden. „Dafür bitte ich um Vergebung“, schreibt der Generalvikar.

Im Bistum bekenne man sich zu Vielfalt und Diversität. Rösch forderte alle anderen kirchlichen Arbeitgeber wie etwa Caritas oder die Kirchengemeinden auf, dem Beispiel zu folgen.

Die Reform des Arbeitsrechts ist Ergebnis des „Synodalen Wegs“, der infolge des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche begonnen wurde.

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