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Landesschulsprecherin: „900 Euro für Klassenfahrten ist zu teuer“

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Von: Peter Hanack

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Die hessische Landesschülervertretung kritisiert die neue hessischen Kostenobergrenzen für Wanderfahrten. Die Schülervertretung sowie Eltern fürchten wachsende Ungerechtigkeit.

Die hessische Landesschulsprecherin Jessica Pilz hat gefordert, die gerade erst auf das Doppelte erhöhten Obergrenzen für Exkursionen und Wanderfahrten wieder zu senken. Diese seien für viele Familien zu hoch.

„Die Erlebnisse auf Klassenfahrten gehören wohl zu den prägendsten Erfahrungen, die Kinder und Jugendliche in ihrer Zeit als Schüler:innen sammeln“, sagte Pilz. Umso wichtiger sei es, dass Fahrten nicht zur Belastung würden und alle Schüler:innen die Gelegenheit erhielten, daran teilzunehmen.

Geld ansparen

Das hessische Kultusministerium hatte mit Wirkung ab 1. Februar die maximalen Kosten einer Auslandsfahrt je Teilnehmer:in von 450 auf 900 Euro erhöht. Für Inlandsfahrten gelten nun 600 statt wie bisher 300 Euro als Obergrenze. Voraussetzung dafür ist, dass das Geld über einen längeren Zeitraum angespart wird.

Gerade finanzschwache Familien und Eltern mit mehreren Kindern könnten von den möglichen Ausgaben stark herausgefordert werden, fürchtet Pilz. Die Neuregelung verstärke damit die Chancenungerechtigkeit des Schulsystems. „Wir fordern daher, die Kostenobergrenze für Wanderfahrten dringlichst wieder zu senken“, sagte sie im Namen der Landesschüler:innen-Vertretung.

Scharfe Kritik vom Elternbund

Auch der Elternbund Hessen hatte die neuen Obergrenzen scharf kritisiert und eine lediglich mäßige Erhöhung gefordert.

Lehrkräfte-Verbände hatten die Verdoppelung grundsätzlich begrüßt. Damit könnten weiterhin interessante und lehrreiche Fahrten organisiert werden, hieß es von dort. Wie auch der Landeselternbeirat mahnten sie aber zugleich Hilfen für finanziell schlechter gestellte Familien an. Alle Kinder und Jugendliche sollten die Möglichkeit zur Teilnahme haben

Siehe „Klassenfahrten dürfen jetzt 900 Euro kosten“

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