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Hessen

Kurdische Aktivistin in Hessen freigelassen

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Abschiebung von Nazdar E. wird erneut geprüft. Unterstützergruppen fürchten um ihr Leben, wenn sie aus Hessen zurück in die Türkei gebracht wird.

Demonstrierende fordern vor dem Amtsgericht einen Abschiebestopp für Nazdar E.

Die kurdische Aktivistin Nazdar E., die in der vergangenen Woche in die Türkei gebracht werden sollte, ist nach Protesten am Donnerstag aus der Abschiebehaft entlassen worden. Das hat der Hessische Flüchtlingsrat berichtet.

„Damit ist die ganz akute Abschiebungsgefahr gebannt“, kommentierte der Geschäftsführer des Flüchtlingsrats, Timmo Scherenberg. Die eigentliche Entscheidung in dem Fall stehe aber noch aus. „Jetzt sind das Bundesamt und die Gerichte gefragt, um die vorangegangenen Fehlentscheidungen zu korrigieren und ihr den Schutzstatus zu gewähren, der ihr aufgrund der Verfolgung in der Türkei zusteht.“ Nazdar E. war 2016 nach Deutschland geflohen. Ihr Asylantrag wurde aber abgelehnt.

Vor einer Woche wurde sie aus ihrer Unterkunft im Landkreis Waldeck-Frankenberg abgeholt. Nachdem ein Abschiebeversuch scheiterte, war sie in die Abschiebehaft in Darmstadt gebracht worden. Grund für die Freilassung war nach Darstellung des Flüchtlingsrats eine Petition. Beim Hessischen Landtag war das Ersuchen eingegangen, von Nazdar E.s Abschiebung abzusehen, weil ihr in der Türkei „Folter oder Tod“ drohten.

Zugleich war eine Onlinepetition gestartet worden. Bis Donnerstag hatten mehr als 1000 Menschen die Forderung nach einem Abschiebestopp für die Frau unterzeichnet, die sich in der Türkei für die Partei HDP und andere kurdische Parteien engagiert hatte.

Ihren Unterstützerinnen und Unterstützern zufolge hat Nazdar E. aus politischen Gründen fünf Jahre und vier Monate in türkischen Gefängnissen verbracht. Sie sei verletzt worden, als sie Verwundete aus den Trümmern der 2015/16 vom türkischen Militär zerstörten Stadt Cizre zu bergen versucht habe.

Rubriklistenbild: © Christoph Boeckheler

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