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Hessen

Kurdische Aktivistin aus Hessen darf bleiben

  • Pitt v. Bebenburg
    VonPitt v. Bebenburg
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Nazdar E. sollte aus Hessen abgeschoben werden – nach einer Petition erhielt sie nun doch Asyl.

Die kurdische Aktivistin Nazdar E., die im April aus Hessen in die Türkei abgeschoben werden sollte, darf in Deutschland bleiben. Sie sei vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge als politisch Verfolgte anerkannt worden und habe Asyl zugesprochen bekommen, berichtete der hessische Flüchtlingsrat am Freitag der Frankfurter Rundschau.

„Wir freuen uns, dass sie jetzt den Schutz erhält, den sie benötigt“, sagte Flüchtlingsrats-Geschäftsführer Timmo Scherenberg.

Zunächst war E.s Asylantrag abgelehnt worden, und ihr drohte die Abschiebung. Die Überprüfung der Asylgründe und eine Korrektur der ursprünglichen „Fehlentscheidung“ habe man „nur über das Petitionsverfahren“ erreicht, urteilte Scherenberg.

Mehr als 1000 Menschen hatten sich in einer Petition dafür eingesetzt, dass die Kurdin in der Bundesrepublik bleiben darf. Darauhin war sie zunächst aus der Abschiebehaftanstalt in Darmstadt entlassen worden, wo sie nach einem gescheiterten Abschiebeversuch im April gelandet war. Vorher hatte sie in einer Flüchtlingsunterkunft im Landkreis Waldeck-Frankenberg gelebt.

Nazdar E. war 2016 nach Deutschland geflohen. Nach eigenen Angaben war sie für die Kurdenpartei HDP und andere kurdische Organisationen tätig gewesen. Ihre Unterstützerinnen und Unterstützer geben an, sie habe aus politischen Gründen fünf Jahre und vier Monate in türkischen Gefängnissen verbracht. Bei einer Rückkehr in die Türkei drohten ihr erneut Repressionen und Inhaftierung.

E. sei verletzt worden, als sie Verwundete aus den Trümmern der in den Jahren 2015 und 2016 vom türkischen Militär zerstörten Stadt Cizre (auf Kurdisch Cizîr genannt) zu bergen versucht habe. „Die Häuser meiner Familie und Hunderter weiterer Familien wurden zerstört und verbrannt“, schilderte sie selbst.

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