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Großkrotzenburg wird dominiert vom Kraftwerk Staudinger. Bild: Monika Müller
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Hochwassergefahr? Großkrotzenburg wird dominiert vom Kraftwerk Staudinger.

Hessen

Kraftwerk Staudinger ist potenziell gefährdet

  • Pitt v. Bebenburg
    VonPitt v. Bebenburg
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Hochwasser kann viele hessische Städte bedrohen, darunter Hanau. Das Land fördert Schutzprojekte in Millionenhöhe

Das Kraftwerk Staudinger könnte bei einem extremen Hochwasser großflächig überflutet werden. Hanau ist ebenso wie Maintal und Großkrotzenburg „potenziell gefährdet“ durch ein Hochwasser des Mains.

Zumal in Hanau die Kinzig in den Main fließt, die bei Überflutung auch für Bruchköbel, Erlensee, Langenselbold und Gelnhausen eine Gefährdung darstellen kann. Das geht aus der Antwort der hessischen Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) auf Fragen des FDP-Landtagsabgeordneten Jörg-Uwe Hahn hervor.

Rückhaltebecken für Gründau

Zusätzliche Rückhaltebecken seien an diesen Flüssen jedoch derzeit nicht geplant, fügt Hinz hinzu. Es gebe im Main-Kinzig-Kreis lediglich Verfahren für den Bau von zwei Hochwasser-Rückhaltebecken an der Gründau sowie Vorbereitungen für ein entsprechendes Projekt an der Salz bei Bad Soden-Salmünster. Daneben seien in den vergangenen Jahren mehrere Rückhaltebecken in der Region errichtet worden, etwa am Krebsbach, am Gettenbach und am Spielberger Graben.

Extremsituationen

Januar 2011: An fast allen hessischen Flüssen muss die gerade erst gegründete hessische Hochwasservorhersagezentrale warnen. Der Main erreicht in Frankfurt eine Höhe von fast fünf Metern, andere Orte melden mehr als zehn Tage lang Hochwasser.

Mai und Juni 2013 : Extreme Pegelstände in Hessen.
Dezember 2017 bis Februar 2018 : Erneut extreme Pegelstände in Hessen.

Januar2021 : Durch lang anhaltende Regenfälle und die einsetzende Schneeschmelze steigen der Seemenbach und der Wolfsbach in Büdingen enorm an. Die Hainmauer bricht ein. Büdingen wird überflutet. pit

Generell seien dafür die Kommunen und Wasserverbände zuständig. Allerdings halte das Land Hochwasserrückhaltebecken generell für „zweckmäßig“. Daher trägt es den Großteil der Kosten, nämlich 65 bis 85 Prozent. Das berichtete die Ministerin jüngst bei einer Fachkonferenz in Stadtallendorf.

139 Vorhaben zum Hochwasserschutz angemeldet

Die Kommunen und Wasserverbände hätten allein für die Jahre 2021 bis 2025 insgesamt 139 Vorhaben zum Hochwasserschutz angemeldet, sagte Hinz. Insgesamt gehe es um eine Summe von mehr als 208 Millionen Euro. Die Zahl der gemeldeten Vorhaben sei „in den letzten Jahren stetig angestiegen“.

Als besondere Beispiele aus den vergangenen Jahren hob Hinz hervor, dass Dillenburg nach dem Hochwasser von 2006 vier Hochwasserrückhaltebecken geplant habe. Zwei dieser Becken mit einem Investitionsvolumen von 4,7 Millionen Euro würden derzeit gebaut. Im Eschweger Stadtteil Albungen unterstütze das Land den Bau von Flutmulden und Schutzdeichen mit 4,6 Millionen Euro.

Vorhersagezentrale seit 2011

Seit dem Jahr 2011 schenkt Hessen dem Thema besondere Aufmerksamkeit. Damals wurde die Hochwasservorhersagezentrale eröffnet, die im Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie angesiedelt ist.

Der Präsident des Landesamtes, Thomas Schmid, hält dies für dringend erforderlich. „Mit dem Klimawandel könnten mittelschwere Hochwasser im Winter zunehmen, Starkregen und Sturzfluten treten häufiger auf“, warnte er. Deshalb sei eine aktuelle und zuverlässige Hochwasservorhersage wichtig.

In diesem Jahr hatte das Hochwasser in Büdingen (Wetteraukreis) starke Schäden angerichtet, bevor im Sommer die Flutkatastrophe über Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hineinbrach.

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