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Ein junger Mann hält einen der großen Musterstimmzettel für die Kommunalwahl in Frankfurt am Main vor sich hoch.
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Ein junger Mann hält einen der großen Musterstimmzettel für die Kommunalwahl in Frankfurt am Main vor sich hoch.

Kommunalwahlen in Hessen

Alle verlieren in Hochburgen

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Bemerkenswerte Resultate bei den Kommunalwahlen in Hessen: Es gibt ein Minus für die Grünen in Darmstadt, für die CDU im Kreis Fulda und die SPD im Kreis Kassel.

Ausgerechnet in ihrer Hochburg Darmstadt stoßen die Grünen an ihre Grenzen. Unter allen 21 Landkreisen und fünf Großstädten hat die Ökopartei nur in Darmstadt gegenüber der Kommunalwahl 2016 Stimmen eingebüßt. Das jedoch auf hohem Niveau, denn mit 28,4 Prozent sind die Darmstädter Grünen weiterhin hessische Spitzenreiter. Vor fünf Jahren waren sie allerdings sogar auf 29,7 Prozent gekommen.

Überall sonst konnte die Ökopartei zulegen. Die stärksten Zuwächse erfuhr sie im Landkreis Gießen mit einem Plus von 11,8 Punkten (auf 22,6 Prozent) und im Kreis Offenbach, wo sie sich um 11,7 Punkte auf 23,7 Prozent verbesserte.

Das geht aus den Trendergebnissen hervor, die das Statistische Landesamt am Montagabend veröffentlicht hatte. Sie enthalten ausschließlich die Ergebnisse von Wahlzetteln, auf denen lediglich ein Listenkreuz gemacht wurde. Daran kann sich noch etwas ändern, wenn auch die übrigen Stimmzettel ausgezählt sind, bei denen die Wählerinnen und Wähler von der Möglichkeit Gebrauch gemacht haben, einzelne Kandidatinnen oder Kandidaten mit mehreren Stimmen zu bedenken oder sie zu streichen.

Zuwachs für die SPD - in einer Großstadt

Für die SPD stellt Offenbach die Ausnahme im positiven Sinne dar. Dort haben 26,1 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihr Kreuz bei den Sozialdemokrat:innen gemacht. Mit einem Zuwachs von 1,3 Prozentpunkten ist das die einzige Region in Hessen, in der die Partei zulegen konnte.

Den größten Einbruch erlitt die SPD in einer Hochburg, dem Werra-Meißner-Kreis, wo der Zuspruch um 9,5 Prozentpunkte zurückging. Dennoch verbuchten die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten dort mit 32,3 Prozent ein Ergebnis, um das sie die Genossinnen und Genossen andernorts beneiden würden. Im Landkreis Kassel kommen die Sozialdemokraten mit 39,4 Prozent auf ihr stärkstes Wahlkreisergebnis, doch sie verloren dort fast fünf Punkte.

Fulda ist die Hochburg der CDU, doch hier gibt es Probleme

Bei der CDU ist das Bild gemischt. In acht Landkreisen errang sie im Trendergebnis einen leichten Zuwachs, den größten davon an der Bergstraße mit plus 3,4 Prozentpunkten. In den anderen 13 Landkreisen und den fünf Großstädten gab es hingegen Dämpfer. Das größte Minus musste sie in Offenbach (minus 5,3 Punkte) hinnehmen, das zweitgrößte mit minus 3,9 Punkten in ihrer Hochburg, dem Landkreis Fulda. Dort machten aber immer noch 42,6 Prozent der Menschen ihr Kreuz bei der CDU – landesweit ihr bestes Resultat.

Während die AfD fast flächendeckend verloren hat und landesweit fast vier Prozentpunkte einbüßt, gibt es bei FDP und Linken je nach Region Zuwächse oder Verluste. In der Summe können sich beide Parteien hessenweit über ein Plus freuen. Für die FDP wären die im Trendergebnis ermittelten 6,6 Prozent das beste Kommunalwahlergebnis seit 1968, wie Landesparteichef Stefan Ruppert erfreut feststellte.

Auffällig gut schnitten die Freien Wähler ab, die in vielen Gegenden neu angetreten waren. Sie holten etwa im Werra-Meißner-Kreis und im Landkreis Gießen auf Anhieb ein Ergebnis von über zehn Prozent. In Waldeck-Frankenberg bauten sie ihr ohnehin zweistelliges Resultat von 2016 noch aus auf jetzt 12,3 Prozent, das beste für die Freien Wähler in Hessen. Landesweit steigerten sie sich von 0,6 auf 3,1 Prozent der Stimmen.

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