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Mehr Kita-Plätze zu schaffen, halten die allermeisten Befragten für wichtiger als Gebührenfreiheit.
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Mehr Kita-Plätze zu schaffen, halten die allermeisten Befragten für wichtiger als Gebührenfreiheit.

Kommunalwahl

Kommunalwahl in Hessen: Mehrheit der Stadtverordneten fordert weitere Kita-Plätze

  • Pitt v. Bebenburg
    vonPitt v. Bebenburg
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Eine Umfrage unter hessischen Lokalpolitikern zeigt: Die Gebührenfreiheit von Kita-Plätzen steht nicht sonderlich hoch im Kurs.

Die kommunalen Abgeordneten in Hessen wollen mehr Betreuungsplätze in den Kitas. Es ist bemerkenswert, wie wenig Bedeutung sie im Vergleich dazu dem Ziel einräumen, die Kita-Gebühren für die Eltern abzuschaffen. Das zeigt die Umfrage des Münsteraner Professors Norbert Kersting.

Kinderbetreuung.

Für 70 Prozent der befragten Kommunalpolitikerinnen und -politiker steht der Ausbau der Plätze im Vordergrund. Nur elf Prozent stellen dagegen die Gebührenfreiheit in den Fokus. Diese Priorität gilt parteiübergreifend. Am ausgeprägtesten ist sie bei den FDP-Abgeordneten zu beobachten. Von ihnen hält niemand die Gebührenfreiheit für wichtiger – die Umfrage weist an dieser Stelle tatsächlich null Prozent aus.

Selbst in der SPD, die sich die Abschaffung der Kita-Gebühren auf die Fahnen geschrieben hat, erachten fast zwei Drittel der Befragten die Schaffung neuer Plätze für wichtiger. Anders sieht es nur bei den Abgeordneten der Linken aus. Unter ihnen hält jeweils knapp ein Drittel die Gebührenfreiheit und den Kita-Ausbau für wichtiger; das verbleibende Drittel kann sich nicht entscheiden.

Die Umfrage

Wenige Wochen vor der hessischen Kommunalwahl können die Bürgerinnen und Bürger sich ein Bild verschaffen, welche Positionen die Abgeordneten verschiedener Parteien bei wichtigen Themen vertreten. Der Münsteraner Politikwissenschaftler Norbert Kersting hat eine repräsentative Umfrage unter hessischen Stadtverordneten gemacht. Er erhielt gut 1000 Antworten aus allen Teilen des Landes.

Nur die Positionen der AfD-Stadtverordneten sind nicht aus der Umfrage abzulesen. Da zu wenige ihrer Abgeordneten teilnahmen, um eine repräsentative Größe zu ermitteln, verbucht Kersting die AfD-Positionen unter den Ergebnissen der sonstigen Parteien. In dieser Rubrik sind alle Gruppierungen jenseits von CDU, SPD, Grünen, FDP und Linken zusammengefasst.

Am 14. März wählen die Hessinen und Hessen ihre Stadt- und Gemeindeparlamente, Kreistage, Ortsbeiräte und Ausländerbeiräte. Die Teilnahme an der Wahl ist schon jetzt per Briefwahl möglich. Etliche Verantwortliche empfehlen die Briefwahl, weil damit das Risiko einer Corona-Ansteckung in den Wahllokalen weiter verringert wird. pit

Die Antworten auf diese Fragen zeigen vor allem, wie dringend der Bedarf an mehr Kindertagesstättenplätzen in Hessen ist. Denn generell halten viele Politikerinnen und Politiker es auch für eine gute Idee, die Gebühren abzuschaffen oder zu verringern. Das Statement „Die Kommune soll die Gebühren für Kita und Kindergärten beibehalten“ bejahen nur 39 Prozent der Befragten, wenn man alle Parteien berücksichtigt. Eine knappe Mehrheit, nämlich 44 Prozent, lehnt diese Aussage ab.

Kostenloses Schulessen

Auch an anderer Stelle wollen die meisten Lokalpolitikerinnen und -politiker die Eltern entlasten: Die Mehrzahl befürwortet kostenloses Essen in Schulen und Kitas. Gut 50 Prozent sind dafür, 34 Prozent lehnen das ab.

Hier zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Parteien. Fast alle Abgeordneten der Linken, nämlich 94 Prozent, sprechen sich für kostenfreies Schul- und Kita-Essen aus. Bei SPD und Grünen liegt die Zustimmung noch bei rund zwei Dritteln. In FDP und CDU überwiegen hingegen diejenigen, die Kostenbeiträge der Eltern für das Esssen ihrer Kinder richtig finden.

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