1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Landespolitik

Kitas auf ukrainische Kinder eingestellt

Erstellt:

Von: Pitt v. Bebenburg

Kommentare

Sozialminister Klose sieht Einrichtungen gut vorbereitet / Koordinierungsstelle verlängert

Das Land Hessen sieht sich gut vorbereitet auf die Aufnahme von Flüchtlingskindern aus der Ukraine in Kitas. Die aktuellen Entwicklungen stellten das System der Kindertagesbetreuung zwar vor Herausforderungen, zumal gleichzeitig noch die Ausnahmesituation durch Corona herrsche, sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Dienstag. „Insgesamt ist Hessen im Bereich Kindertagesbetreuung jedoch gut aufgestellt, so dass wir für die zu erwartende Zahl geflüchteter Mütter mit Kindern aus der Ukraine gewappnet sein können“, fügte er hinzu.

Klose verwies darauf, dass Geld aus einem Landesprogramm zur Verfügung stünde, das der Sprachförderung dient.

Außerdem stellt das Land gut 400 000 Euro zur Verfügung, um die Koordinierungsstelle „Kinder mit Fluchthintergrund“ bis 2025 fortführen zu können. Es wird von der Karl-Kübel-Stiftung für Kind und Familie im Auftrag des Landes betrieben und berät Vertretungen von Kita-Trägern oder Fortbildnerinnen und Fortbildner im Betreuungsbereich.

„Gerade geflüchtete Kinder aus den ukrainischen Kriegsgebieten benötigen nun vor allem Sicherheit, Stabilität, Struktur und Geborgenheit. Im Spiel mit anderen Kindern können sie ihre Fluchterfahrungen verarbeiten und unbeschwerte Stunden genießen“, erläuterte Klose das Ziel der Arbeit.

Katharina Gerarts vom Vorstand der Karl-Kübel-Stiftung sagte, die Koordinierungsstelle habe sich in den vergangenen Jahren als wichtige Instanz für Kinder und Familien mit Fluchtgeschichte in Hessen etabliert. „Sie ist heute wichtiger denn je, um den aktuellen Bedarfen zu entsprechen und vorurteilsbewusste und chancengerechte Strukturen zu fördern“, fügte Gerarts hinzu.

Auch interessant

Kommentare