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Mitgliederschwund

Kirche in Hessen: Bei den Immobilien soll gespart werden

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Jedes zehnte kirchliche Gebäude der EKHN in Hessen soll bis zum Jahr 2030 abgegeben werden. Vor allem Gemeindehäuser sind betroffen, aber auch die Kindertagesstätten.

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) muss sparen. Vor allem die Kosten für die kirchlichen Gebäude sollen reduziert werden. Auch Verkäufe sind möglich.

2019 hat die Kirche den Reformprozess „ekhn2030“ begonnen. Er soll die kirchlichen Strukturen an den laufenden und sich fortsetzenden Mitgliederschwund und die zu erwartenden Einnahmerückgänge aus der Kirchensteuer anpassen. Bis zum Jahr 2060 soll laut einer Projektion die Mitgliederzahl um die Hälfte schrumpfen.

Im Zentrum der Diskussion standen bei der jüngsten Synode in Worms die Zukunft der kirchlichen Gebäude und eine stärkere Kooperation vor Ort. Gesetzesentwürfe, über die im November weiter beraten werden soll, sehen unter anderem vor, dass die Zuweisungen für Gebäude bis zum Ende des Jahrzehnts um bis zu 20 Millionen Euro gekürzt werden. Zugleich sollen die Gemeinden verstärkt in sogenannten Nachbarschaftsräumen zusammenarbeiten.

Ziel des Reformprozesses müsse es ein, eine „öffentliche und offene Kirche zu bleiben, die in vielfältiger Gestalt nah bei den Menschen“ bleibt, sagte Kirchenpräsident Volker Jung. Er warb für stärkere regionale Kooperationen, um die „uns anvertrauten Ressourcen“ besser einzusetzen als bisher. Ihm sei bewusst, „dass damit große Veränderungen angestoßen werden, die ihre Zeit brauchen“.

Gemeinsame Nutzung

1200 Kirchen und sakrale Versammlungsstätten gehören zur EKHN. Von den Kirchen sind 90 Prozent denkmalgeschützt. Bis zum Jahr 2030 sollen bis zu zehn Prozent dieser Räume abgegeben werden. Um auf die erforderlichen Einsparungen zu kommen, sollen die stärksten Einschnitte bei den rund 900 Gemeindehäusern erfolgen. Viele davon seien sanierungsbedürftig. Jedes zweite solle keine finanziellen Hilfen von der Gesamtkirche mehr erhalten.

Debattiert wird auch über eine gemeinsame Nutzung von Versammlungsflächen mit Kommunen, ökumenischen oder zivilgesellschaftlichen Partnern. Die Baulasten für die rund 390 Gebäude der evangelischen Kindertagesstätten sollen bis 2030 an die Kommunen übergeben werden.

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