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Die Wahlplakate müssen bald wieder entfernt werden.
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Die Wahlplakate müssen bald wieder entfernt werden.

Hessen

Junge Union Hessen will „zügig“ Weichen stellen

  • Pitt v. Bebenburg
    VonPitt v. Bebenburg
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Der hessische JU-Landesvorsitzender Sommer fordert eine „Vision“ mit Blick auf den Landtagswahlkampf 2023. CDU diskutiert über personelle und inhaltliche Erneuerung.

Die Junge Union (JU) Hessen fordert wegen des schlechten Abschneidens der CDU bei der Bundestagswahl „eine Erneuerung der Partei auf allen Ebenen“. Diese sei „unumgänglich“, sagte der JU-Landesvorsitzende Sebastian Sommer der Frankfurter Rundschau am Dienstag.

Die CDU hatte bei der Bundestagswahl in Hessen 22,8 Prozent der Stimmen erhalten, weniger als im Bundesdurchschnitt. Vor vier Jahren waren es noch 30,9 Prozent gewesen. Die Zahl der CDU-Wählerinnen ist von über einer Million in Hessen auf rund 750 000 zurückgegangen.

„Das Resultat der Bundestagswahl ist für die CDU fatal“, urteilt der 27-jährige Sebastian Sommer. „Die Wahl hat gezeigt: Es reicht nicht, auf unsere erfolgreiche Politik der vergangenen Jahre zu verweisen. Wir brauchen in Hinblick auf die hessische Landtagswahl 2023 eine Vision, die weit ins nächste Jahrzehnt hineinreicht.“ Das betreffe „Zukunftsthemen und landespolitische Kernthemen wie Bildung, Digitalisierung, innere Sicherheit und Fragen der Nachhaltigkeit“.

Wenig junge Abgeordnete

Trotz des „starken Wahlkampfs der Jungen Union“ sei der Anteil der Jungen in der neuen Unions-Bundestagsfraktion zu gering, sagt Sommer. Das dürfe sich bei der Landtagswahl nicht wiederholen. „Unser Anspruch muss sein, Stimme der jungen Generation in den Parlamenten zu sein“, sagt der Vorsitzende der CDU-Nachwuchsorganisation.

Intern diskutiert die hessische CDU darüber, wie und wann der Übergang vom Landesvorsitzenden und Ministerpräsidenten Volker Bouffier zu einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin organisiert werden soll. „Als CDU Hessen müssen wir jetzt die richtigen Lehren aus dem Ergebnis ziehen und neue Perspektiven aufzeigen“, fordert der JU-Landesvorsitzende. „Zügig“ müssten die Weichen gestellt werden mit Blick auf Programm, Kampagne, Organisation und Kandidaten.

Ähnlich hatte sich am Rande des CDU-Landesausschusses am Montagabend in Hofheim der Fuldaer Bürgermeister Dag Wehner geäußert. „Erneuerung, auch inhaltlich und personell, tut not“, formulierte er. „Mit der Landtagswahl vor der Stirn sollte man nicht zu lange warten.“ Der Frankfurter Ex-Kämmerer Uwe Becker sagte dort, auch das Ergebnis in der Mainmetropole mit dem Verlust beider Direktmandate sei für die CDU „bitter“.

Der Landesausschuss beriet rund zweieinhalb Stunden lang in Hofheim hinter verschlossenen Türen über die Konsequenzen aus der Bundestagswahl. Die Debatte sei „intensiv, aber nicht ruppig“ gewesen, schilderte ein Teilnehmer. Es sei deutlich geworden, dass die hessische Union den personellen Übergang von Parteichef Bouffier zu einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin besser gestalten müsse, als dies der Bundespartei nach dem Rückzug von Angela Merkel (CDU) vom Parteivorsitz gelungen sei. Die Wahlen zum Vorsitz der hessischen CDU sollen wie geplant beim regulären Landesparteitag stattfinden, der im Mai oder Juni 2022 stattfinden soll. Bouffier appellierte vor der Sitzung an die Geschlossenheit seiner Partei. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es klug wäre, wenn wir jetzt als Allererstes uns zerlegen.“

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