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Der Landesjugendkongress soll im Landtag stattfinden.
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Roter Teppich für die Jugend: der Landesjugendkongress soll im Landtag stattfinden.

Hessen

Jugendliche kommen in Hessen zu Wort

  • Pitt v. Bebenburg
    VonPitt v. Bebenburg
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Hessen plant erstmals einen Landesjugendkongres für Menschen von 14 bis 25 Jahren. Er soll 2022 im Landtag zusammenkommen.

Jugendliche und Heranwachsende sollen in der hessischen Landespolitik mehr Gehör finden. Erstmals wird im Landtag in Wiesbaden im nächsten Jahr ein Landesjugendkongress tagen. Das haben CDU und Grüne am Donnerstag gemeinsam mit dem Landesjugendring und der Landesschüler:innenvertretung angekündigt.

„Eine gewisse Verbindlichkeit“

„Junge Menschen haben eine Meinung und sie haben einen Anspruch, gehört zu werden“, sagte der Grünen-Abgeordnete Felix Martin. Sie seien frei in der Wahl ihrer Themen. „Wir können aber nicht versprechen, dass alles eins zu eins umgesetzt wird“, fügte Martin hinzu. Sein CDU-Kollege Max Schad sagte „eine gewisse Verbindlichkeit“ zu. So soll nach dem Auftakt im Herbst 2022 bereits 2023 ein zweiter Jugendkongress einberufen werden – um zu überprüfen, was aus den Ideen des ersten Kongresses geworden ist. In den folgenden Jahren sollten Landesjugendkongresse alle ein oder zwei Jahre tagen.

Schad setzt außerdem darauf, dass mehr Kommunen örtliche Jugendparlamente einrichten. Bisher sei das lediglich in den Großstädten und in einigen Landkreisen wie dem Vogelsbergkreis der Fall.

Jede und jeder unter 25 kann sich bewerben

Organisiert wird der Jugendkongress vom Landesjugendring gemeinsam mit dem hessischen Landtag. Bewerben können sich alle jungen Hessinnen und Hessen von 14 bis 25 Jahren, unabhängig davon, ob sie bereits in Verbänden oder Initiativen engagiert sind. Der Landesjugendring will eine Informations- und Bewerbungs-Homepage freischalten, sobald das Vorhaben vom Land genehmigt und finanziert ist. Bis zu 120 junge Menschen sollen teilnehmen können.

Mit dem Jugendkongress wird eine Idee aufgegriffen, die bei einer Jugendtagung des hessischen Jugendrings im Jahr 2019 in Frankfurt entwickelt wurde. Die zuständige Referentin im Jugendring, Kati Sesterhenn, nannte die geplante Veranstaltung eines Landesjugendkongresses „einen Schritt in die richtige Richtung“. Auch Landesschulsprecherin Jessica Pilz wies darauf hin, dass die Jugendverbände sich für weitergehende Beteiligung stark machen. Dazu sollte nach ihrer Auffassung ein institutionalisierter Jugendrat mit 30 bis 40 Mitgliedern gehören sowie ein Jugendportal, auf dem digitale Beteiligungsmöglichkeiten angeboten werden.

Wahlrecht mit 16 scheitert an Union

Zu den Vorschlägen der Jugendverbände zählt auch, dass Jugendliche bereits ab 16 Jahren an Wahlen teilnehmen dürfen. Vorstöße dafür scheitern im hessischen Landtag regelmäßig an der CDU.

Der Kommentar: Mehr Mut zur Beteiligung

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