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Nichts los am Hahn: ein Parkplatz nahe des insolventen Hunsrück-Airports.
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Nichts los am Hahn: ein Parkplatz nahe des insolventen Hunsrück-Airports.

Hessen

Jobhoffnung für Personal des Flughafens Hahn

  • Pitt v. Bebenburg
    VonPitt v. Bebenburg
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Hessische Grüne sehen nach der Pleite des Hunsrück-Flughafens Hahn Perspektiven für Beschäftigte am Airport in Frankfurt. Im hessischen Landtag gibt es eine Sondersitzung des Haushaltsausschusses

Die Grünen im Hessischen Landtag äußerten die Hoffnung, dass Beschäftigte des insolventen Flughafens Hahn eine Jobperspektive in Frankfurt erhalten könnten. Hessen könne „mithelfen, Arbeitsplätze bei Fraport an Kolleg:innen vom Hahn zu vermitteln“, sagte der Flughafenpolitiker Frank Kaufmann (Grüne) der Frankfurter Rundschau am Mittwoch. „Fraport baut den Personalbestand bereits moderat wieder auf und sucht somit auch qualifiziertes Personal“, fügte er hinzu.

Der Flughafen im Hunsrück, der sich Frankfurt-Hahn nennt, hatte am Dienstag Insolvenz angemeldet. Der Insolvenzverwalter hatte aber angekündigt, dass der Flugbetrieb weitergehe. Hessen ist mit 17,5 Prozent an der GmbH beteiligt, muss aber nicht für Betriebskosten aufkommen. Die werden von Rheinland-Pfalz getragen, das allerdings keine Anteile an dem Unternehmen mehr hält. Mehrheitseigentümer ist das chinesische Unternehmen HNA, das 82,5 Prozent der Anteile besitzt. Es hatte die Anteile 2017 für rund 15 Millionen Euro von Rheinland-Pfalz erworben.

Kein „Flughafensystem“

Hessen hatte sich 2005 beim Hahn eingekauft. Das Land hoffte, die Kapazitäten des Frankfurter Airports ausbauen zu können, indem der Hunsrück-Flughafen im Rahmen eines „Flughafensystems“ in den Betrieb integriert wird. Dieser Plan scheiterte jedoch.

Hessen blieb aber Miteigentümer des Hahn. Vor fünf Jahren bemühte sich das Land um einen Verkauf seiner Anteile, doch das klappte nicht. Aus dem Finanzministerium von Michael Boddenberg (CDU) hieß es am Mittwoch: „Nach wie vor ist das Land bereit, sich von seinen Anteilen zu trennen. Bislang ist allerdings kein Kaufinteressent an das Land Hessen herangetreten.“

FDP und Linke im hessischen Landtag dringen auf Klärung, was die Pleite für Hessen bedeutet. Beide Fraktionen brachten am Mittwoch Fragenkataloge ein und wollen wissen, ob die Entwicklung absehbar gewesen sei. Finanzminister Boddenberg soll die Fragen im Haushaltsausschuss beantworten, der voraussichtlich Ende kommender Woche zu einer Sondersitzung zusammenkommt.

Die Linke will erfahren, ob die Landesregierung mit einem Weiterbetrieb des Flughafens rechnet. Außerdem stellt sie die Frage, wie sich Hessen für die Beschäftigten engagieren will. Der Linken-Haushaltspolitiker Jan Schalauske warf die Grundsatzfrage auf, ob das Konzept von Regionalflughäfen nicht überholt sei. Daher müsse auch über den Regionalflughafen Kassel ehrlich diskutiert werden.

Die FDP fragt nach Anzeichen am Hahn, ob „ein ausreichendes Geschäft vorhanden ist, um den operativen Betrieb auch in Zukunft weiterzuführen“. Die Landesregierung müsse auch darlegen, „ob möglicherweise ein guter Zeitpunkt verschlafen wurde, die hessischen Anteile zu verkaufen“, sagte die FDP-Abgeordnete Marion Schardt-Sauer.

Der CDU-Abgeordnete Heiko Kasseckert versicherte, das Land werde sich „für eine schnelle und gute Lösung der Nachfolgeregelung im Sinne der Beschäftigten einsetzen“.

Die Grünen gehen davon aus, dass der Schaden für das Land durch die Insolvenz weniger als eine Million Euro beträgt. Der Restbuchwert der Anteile liege unter einer Million Euro, sagte Kaufmann. Gegebenenfalls müsste dieser Betrag abgeschrieben werden.

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