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Wirtschaft

Industrie in Hessen macht sechs Milliarden Euro weniger Umsatz

  • Peter Hanack
    vonPeter Hanack
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Hessische Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie leiden unter Corona-Folgen. Nicht nur die Nachfrage fehlt.

Die Corona-Krise hat die Unternehmen der hessischen Metall- und Elektroindustrie hart getroffen. Die Umsätze sind stark eingebrochen, mit einer schnellen Erholung rechnen nur wenige.

Eine Umfrage des Arbeitgeberverbands Hessenmetall unter seinen Mitgliedern hat ein ernstes Bild der Situation gezeichnet. Demnach sind die Umsätze im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Von Januar bis November lag das Minus im Vergleich zum Vorjahr bei mehr als sechs Milliarden Euro, das entspricht rund neun Prozent. 2019 lag der Umsatz bei etwa 68 Milliarden Euro. Diese Verluste seien nicht mehr aufzuholen, sagte der Hessenmetall-Vorstandsvorsitzende Wolf Mang am Mittwoch.

Eine schnelle Verbesserung der Lage scheint nicht in Sicht. So gaben lediglich gut 40 Prozent der Unternehmen an, sie erwarteten für das laufende Jahr wieder steigende Umsätze. Neuinvestitionen würden stagnieren. Mehrheitlich rechneten die Unternehmen nicht vor dem Jahr 2022 mit einer Erholung von den Folgen der Corona-Pandemie. Fast jedes dritte Unternehmen könne überhaupt nicht abschätzen, wann der Normalzustand wieder erreicht werde. An der Befragung hatten sich 73 Unternehmen mit rund 25 000 Beschäftigten beteiligt.

Als Hauptgrund für den Einbruch beim Umsatz nannten die Verbandsmitglieder die fehlende Nachfrage. Rund die Hälfte der Unternehmen seien durch die Corona-Krise „mittel“ bis „sehr stark“ betroffen. Zudem litten neun von zehn Unternehmen unter Einschränkungen der Produktion. Aber auch Lieferkettenprobleme, der Ausfall von Personal durch Krankheit oder Kinderbetreuung sowie ein „aufwendiger Arbeits- und Gesundheitsschutz“ stellten die Betriebe vor Probleme.

Zurückgegangen ist die Kurzarbeit. Erstmals seit dem ersten Lockdown nutzte mit 46 Prozent weniger als die Hälfte der Betriebe dieses Instrument. Es sei aber mit einem Abbau von Arbeitsplätzen zu rechnen. Jedes dritte Unternehmen müsse wegen der Pandemie den Personalstand verringern.

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