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Bildung in der Pandemie

In Hessen sollen alle in die Schule kommen

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Hessens Kultusminister ordnet Präsenztage für alle Schülerinnen und Schüler vor den Osterferien an. Um Unterricht geht es dabei eher nicht.

Einen „großen Öffnungsschritt noch vor Ostern“ hat Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Dienstag für die hessischen Schulen angekündigt. So sollen die Klassen 7 bis 11, die seit Mitte Dezember im Distanzunterricht sind, mindestens einen Tag pro Woche in die Schule kommen. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um lediglich zwei Tage Präsenzunterricht – wobei es nicht einmal unbedingt um Unterricht geht.

In den letzten beiden Wochen vor den Osterferien sollen sich die Schulen in Hessen weiter bevölkern. Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 11, die seit Monaten zu Hause bleiben müssen, sollen wieder in die Klassenräume strömen. Das hat Kultusminister Lorz am Dienstag mitgeteilt. Damit solle ein erster Einstieg in den Wechselunterricht für diese Klassen geschaffen werden, der dann nach den Osterferien starten soll.

Die Regelung gilt von Montag, 22. März, an. Bis dahin sind es noch zehn Tage bis zum letzten Schultag vor den Osterferien, dem 1. April. Bei dem verbindlich vorgegebenen einen Präsenztag je Woche wären das je Klasse insgesamt jeweils zwei Unterrichtstage.

„Es wird nicht darum gehen, versäumten Stoff aufzuholen“, sagte Lorz. Zweck der Präsenztage sei es vielmehr, die Schüler:innen mit ihren Klassenkamerad:innen und den Lehrkräften zusammenzubringen. Es gehe vor allem um den Austausch und ein Wiedergewöhnen an die Schule.

Möglich sei es zudem, in den Präsenztagen den Lernstand der Jugendlichen zu erheben. Das geschehe nicht mit dem Blick auf Benotungen, sondern mit der Absicht zu klären, wo nach den Osterferien mit dem Lernen eingesetzt werden könne.

Die Schulen sollten dabei die „größtmögliche Freiheit“ bekommen. Sie können also nach eigenem Ermessen festlegen, wie und in welcher Form die Präsenztage stattfinden sollten. An Schulen, wo dies organisatorisch unter Einhaltung des Infektionsschutzes möglich sei, könnte auch mehr als ein Präsenztag in der Woche angeboten werden. „Es geht um so viel Präsenzunterricht wie möglich“, sagte Lorz.

Die weitere vorsichtige Öffnung der Schulen steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Infektionszahlen in Hessen nicht kräftig steigen. Die Präsenztage könnten bis zu einer landesweiten Inzidenz von 100, also 100 neu gemeldete Covid-19-Infektionen je 100 000 Einwohner:innen in sieben Tagen, stattfinden. Zudem könnten Gesundheitsämter entscheiden, dass in manchen Regionen die Präsenztage ausfallen müssten, wenn der Infektionsschutz es erfordere.

Für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 bleibt es bis zum Beginn der Osterferien beim Wechselunterricht. Nach den Osterferien, also vom 19. April an, sollen die Grundschulen möglichst wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren. Auch das ist abhängig von der Entwicklung der Pandemie. Dann könne auch, so Lorz, das Notbetreuungssystem aufgegeben werden.

Man sei nun in der Lage, so der Minister, eine „Komplettstrategie aus Impfen, Testen und Öffnen“ anzubieten. Mit dem Impfen von Grundschul- und Förderschullehrkräften sei man bis Ostern voraussichtlich durch, dann könnten die Lehrkräfte der weiterführenden Schule folgen. Dafür müsse die Impfstrategie des Landes noch einmal angepasst werden. „Wir gehen davon aus, dass wir dann allen ein Impfangebot machen können“, so Alexander Lorz. So sollten auch Sekretärinnen, Hausmeister und alle anderen in den Schulen Beschäftigten geimpft werden können.

Neun Millionen Schnelltests

Zudem hat das Land neun Millionen Schnelltests bestellt, die von Laiinnen und Laien angewendet werden können. Diese würden für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher bereitgestellt, kündigte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Dienstag an. Die Mittel dafür stammten aus dem Sondervermögen des Landes. Es seien dafür in der vergangenen Woche 50 Millionen Euro bereitgestellt worden.

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