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Eine schnelle Datenleitung ist nötig, um mit dem Fortschritt standhalten zu können.
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Eine schnelle Datenleitung ist nötig, um mit dem Fortschritt standhalten zu können.

Internet

In Hessen soll der Glasfaseranschluss bis 2030 direkt ins Haus kommen

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Eine Initiative der Region Rhein-Main will schnelles Internet in Betriebe und Haushalte bringen. Mindestens ein Gigabit je Sekunde soll fast überall verfügbar sein.

Mehrere Landkreise haben gemeinsam mit dem Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main und der Stadt Offenbach die sogenannte Gigabitregion ins Leben gerufen. Bis 2030 will die Initiative Glasfaserkabel in mindestens 90 Prozent aller Haushalte des Ballungsraums bringen. Bereits 2025 sollen alle Gewerbegebiete mit einem schnellen Internetzugang erschlossen sein.

Durchschnittlich sind in der Region für Internetnutzer zurzeit rund 50 Megabit Datenvolumen je Sekunde verfügbar. Was vor einigen Jahren noch schnell erschien, reicht inzwischen für moderne Anwendungen kaum noch aus.

Schub durch Corona

Aus diesem Grund haben der Regionalverband, die Landkreise Groß-Gerau, Hochtaunus, Main-Kinzig, Main-Taunus, Rheingau-Taunus und Wetterau sowie die Stadt Offenbach die Gigabitregion Frankfurt-Rhein-Main gegründet. Der Kreis Bergstraße und der Landkreis Offenbach sowie Wiesbaden werden der Gesellschaft in Kürze beitreten.

ANSCHLÜSSE

96,5 Prozent der Haushalte in Hessen sind laut Digitalminsterium mit bis zu 50 Megabit/Sekunde an das Internet angeschlossen. 53 Prozent haben bis zu einem Gigabit Datenvolumen (Stand Ende 2020).

Von den Gewerbestandorten verfügen laut Ministerium 96 Prozent über bis zu 50 Megabit, 43 Prozent haben bis zu einem Gigabit.

Bei den Schulen haben laut Ministerium gut 60 Prozent einen gigabitfähigen Anschluss, und zwar rund 1200 der gut 2000 hessischen Schulen.

Mehr unter breitband-in-hessen.de

Insgesamt sollen rund 1,6 Millionen Haushalte sowie 640 Gewerbegebiete in der Region auf einen zukunftsträchtigen Stand gebracht werden. Das Land unterstützt den Ausbau mit insgesamt 270 Millionen Euro. Die Mittel sind allerdings nicht exklusiv für das Rhein-Main-Gebiet reserviert, sondern sollen auch dem ländlichen Raum zugute kommen.

„Eine hochleistungsfähige Infrastruktur ist die unverzichtbare Voraussetzung für die Digitalisierung Hessens“, sagte Digitalministerin Kristina Sinemus (parteilos). Dass die Region Frankfurt-Rhein-Main nun beim Breitbandausbau die Initiative ergreife, begrüße sie sehr.

Keine Zeit zu verlieren

Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen hingen zunehmend von der digitalen Infrastruktur ab. Das sei vor allem in der Corona-Pandemie deutlich geworden, die der Digitalisierung in allen Lebensbereichen einen enormen Schub gegeben habe. Mobiles Arbeiten, neue Mobilitätskonzepte oder das Internet der Dinge seien Entwicklungen, die neue Ansprüche an Qualität und Kapazität der Internetleitungen stellten.

Thomas Horn (CDU), der Direktor des Regionalverbands, mahnte, keine Zeit mehr zu verlieren. Die Kapazitäten der Telekommunikationsbranche würden auch von anderen Regionen beansprucht. Es gehe darum, die Region möglichst schnell und kostengünstig mit Glasfaser zu versorgen. Die Gigabitregion-Gesellschaft trete als Vertragspartner der beteiligten Unternehmen auf und sei deren zentraler Ansprechpartner. Sie sei zudem für das Projektmonitoring verantwortlich, überwache die Qualitätssicherung und moderiere in Konfliktfällen.

Die Gesellschaft hat neben einem Geschäftsführer fünf bis sieben Mitarbeiter:innen. Finanziert wird sie von den Gesellschaftern mit rund einer Million Euro im Jahr.

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