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Die Asiatische Tigermücke will eigentlich niemand in seiner Nähe haben.
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Die Asiatische Tigermücke will eigentlich niemand in seiner Nähe haben.

Insekten

Tigermücke oder nicht? In Hessen sitzt die Expertise für Mückenbestimmungen

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Das Landesamt baut derzeit eine bundesweit einmalige Datenbank auf. In der Corona-Pandemie hat es eine wichtige Aufgabe.

Dillenburg - Am bekanntesten ist die Tigermücke. Das Tier mit den Ringelbeinen kann jede Menge Infektionskrankheiten übertragen. Mit ihr wandern zunehmend andere ihrer tropischen Verwandten in Hessen ein. Die Erderwärmung erleichtert ihnen die Ansiedlung.

Daraus entsteht eine neue Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung. Für deren Schutz ist das Hessische Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen (HLPUG) zuständig. Aktuell baut es derzeit eine – eigenen Angaben zufolge – bundesweit einzigartige Datenbank zur Mückenbestimmung aus. Dank eines speziellen Laborgeräts reichen einzelne Teile der Tiere, um sie durch Massenspektrometrie analysieren zu können. Die erzeugten Spektren werden mit den in der Datenbank hinterlegten Spektren abgeglichen und dadurch die Spezies bestimmt.

Hessen: Tropische Stechmücken breiten sich aus

„Dies ist vor allem bei der Verbreitung tropischer Stechmücken in Hessen ein enormer Fortschritt und ermöglicht eine wesentlich schnellere Bestimmung als mit einer Mikroskopkamera“, sagte HLPUG-Direktor Christof Diefenbach jetzt bei einem Besuch des Hessischen Sozialministers Kai Klose (Grüne) in der Landesbehörde am Standort Dillenburg im Lahn-Dill-Kreis. Ihr Untersuchungsmaterial fangen die Expertinnen und Experten mit speziellen Mückenfallen.

Der Fokus liegt hier auf der tropischen Tigermücke, die sich in Deutschland langsam ausbreitet. Sie ist tagaktiv, sehr stechfreudig und kann, anders als die heimische Mücke, mehr als 20 Viren übertragen. 35 Fallen hat die Landesbehörde bereits in Hessen verteilt. Besonders beliebt bei der Eiablage: Altreifen und Pflanzen wie Minibambus, die gerne an Silvester verschenkt werden.

Hessen: In Corona-Zeiten fehlen die Mittel

In Zeiten der Pandemie sind die Aufgaben des HLPUG gewachsen. So fließen in Dillenburg auch sämtliche Daten zur Infektionsepidemiologie zusammen, selbstverständlich auch die zu Corona in Hessen. Um die Aufgaben zu bewältigen, hat das Land der Behörde Sondermittel in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung gestellt. Die Mitteln flossen in die Aufrüstung der Labors, Vergrößerung und Weiterbildung des Teams sowie Verbesserung der IT.

Mit der neuen Ausstattung erledigt die Behörde PCR-Tests für die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes, die Polizei oder den Justizvollzug. Auch die Gesundheitsämter nutzen die Laborkapazitäten. Herz der Datenerfassung ist das Büro des Meldewesens. Dort fließen sämtliche Daten der Gesundheitsämter im Land zusammen, bevor sie an das Robert-Koch-Institut geleitet werden. Zu Beginn der Pandemie wurden Zahlen und Berichte noch händisch erfasst und erstellt. Mittlerweile sind die Prozesse automatisiert. Die Daten werden täglich auf der Website des Ministeriums veröffentlicht und fließen in den wöchentlichen Lagebericht ein.

Im Internet: soziales.hessen.de

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