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Nichts los im Klassenzimmer. Für viele Schüler:innen war das offenbar das Signal zum Abtauchen. dpa
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Nichts los im Klassenzimmer. Für viele Schüler:innen war das offenbar das Signal zum Abtauchen. dpa

Corona-Krise

In Hessen sind 2100 Schulpflichtige einfach „abgetaucht“

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Lehrkräfte haben durch Corona jeden Kontakt zu vielen Schülern und Schülerinnen verloren, sie nahmen am Unterricht nicht mehr teil. Hoch sind die Zahlen vor allem in Frankfurt und Offenbach. Manche Schulformen sind besonders betroffen.

Während der Corona-Pandemie sind laut Angaben des hessischen Kultusministeriums mehr als 2100 Schülerinnen und Schüler dauerhaft ohne Unterricht geblieben. Sie wurden von den Schulen als „abgetaucht“ gemeldet. Die tatsächlichen Zahlen dürften weit höher liegen.

Geschlossene Schulen, Unterricht bestenfalls auf Distanz, kaum Kontakt zu Gleichaltrigen und wenig Unterstützung zuhause: In den vergangenen Monaten gab es zahlreiche Gründe, warum Kinder und Jugendliche den Kontakt zur Schule und zum Lernen verloren haben. Nun liegen dazu aus Hessen erste konkrete Zahlen vor.

Mehr als 200 Fehltage

Wie das Kultusministeriumm auf Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Nadine Gersberg mitteilt, haben die Staatlichen Schulämter hessenweit von März 2020 (dem ersten Lockdown) bis Februar 2021 (dem Ende des Schulhalbjahrs) genau 2126 Schülerinnen und Schüler als nicht mehr erreichbar erfasst. Diese Kinder und Jugendlichen haben durchschnittlich jeweils rund 200 Fehltage angesammelt, waren also quasi die gesamte Schulzeit ohne Kontakt zu ihren Lehrer:innen.

Besonders hoch sind die Zahlen in Offenbach und Frankfurt, und dort vor allem an den Haupt- und Real- sowie Gesamtschulen. So waren in Frankfurt 159 Kinder und Jugendliche aus Grund-, Haupt- und Realschulen von der Bildfläche verschwunden, 107 an den Gesamtschulen und lediglich drei an den Gymnasien. In Offenbach waren es sogar 169 an den Grund-, Haupt- und Realschulen, 140 an den Gesamtschulen und acht am Gymnasium.

Gezählt wurden allerdings nur jene Schulpflichtigen, die von Lehrkräften bzw. Schulen auch als „abgetaucht“ gemeldet wurden. Systematisch erfasst wurde die regelmäßige Teilnahme am Distanzunterricht bzw. das Fernbleiben nicht. Es ist also anzunehmen, dass die Dunkelziffer beträchtlich ist.

„Im Distanzunterricht so wenig gelernt wie in den Ferien“

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