Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Windräder wie hier am Rand des Kasseler Beckens steuern den größten Anteil der erneuerbaren Energie bei.
+
Windräder wie hier am Rand des Kasseler Beckens steuern den größten Anteil der erneuerbaren Energie bei.

Umwelt

In Hessen kommt viel Energie aus Wind und Sonne

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
    schließen

Der Anteil der Erneuerbaren an der Stromproduktion in Hessen liegt bei mehr als 50 Prozent. Für die Klima- und Verkehrswende müssen aber noch viel mehr Windräder gebaut werden.

Mehr als die Hälfte des in Hessen erzeugten Stroms stammt aus erneuerbaren Energiequellen. Das geht aus dem Energiemonitoringbericht hervor, den die Landesregierung jetzt veröffentlicht hat.

„Hessen ist bei der Energiewende auf Kurs“, sagte dazu Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). Strom werde in Hessen immer „nachhaltiger, umwelt- und klimafreundlicher“ erzeugt. Damit werde die Voraussetzung dafür geschaffen, die Produktion in eine nachhaltige Wirtschaftsweise zu überführen, so Al-Wazir.

Im Jahr 2020 lag der Anteil der erneuerbaren Energie bei der Stromproduktion in Hessen laut Landesregierung bei 56 Prozent und damit zum zweiten Mal über der 50-Prozent-Marke. 2019 waren es noch 51 Prozent gewesen.

Laut Al-Wazir hat sich der Anteil damit seit Ende 2012 verdoppelt. Parallel dazu sei der Anteil der Kohle von einem Drittel auf ein Zehntel gefallen. Atomstrom wird in Hessen seit der Abschaltung des Kraftwerks in Biblis gar nicht mehr erzeugt.

Al-Wazir warnte zugleich vor allzu viel Optimismus. Die Entwicklung lasse sich nicht linear fortsetzen. 2020 sei ein besonders windreiches Jahr gewesen, zudem habe die Corona-Pandemie den Stromverbrauch sinken lassen.

Unter den erneuerbaren Energien nimmt die Windkraft den Spitzenplatz ein. Sie steuerte 54 Prozent bei. 2020 wurden laut Wirtschaftsministerium 28 Anlagen neu in Betrieb genommen, sechs gingen vom Netz. Insgesamt hätten damit Ende des Jahres genau 1143 Windräder Strom geliefert. Al-Wazir setzt darauf, dass der Ausbau künftig noch schneller vorankomme. Die neue Bundesregierung werde Hindernisse aus dem Weg räumen, zeigte er sich zuversichtlich. Bundes-Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) hat bereits angekündigt, den Ausbau vorantreiben zu wollen.

Wenige Stromausfälle

Gut entwickelt habe sich die Photovoltaik. Sie lieferte Ende 2020 rund 21 Prozent des Stroms. Wurden 2016 noch gut 50 Megawatt Leistung neu installiert, waren es im vergangenen Jahr mit 222 Megawatt mehr als viermal so viel. Im ersten Halbjahr seien es bereits knapp 118 Megawatt gewesen, berichtete der Wirtschaftsminister.

Gleichzeitig habe die Zahl der Stromunterbrechungen sogar noch abgenommen. In Hessen seien dies 2020 lediglich 10,3 Minuten gewesen. Der Bundesdurchschnitt habe bei 12,2 Minuten gelegen.

Al-Wazir wies darauf hin, dass ein weiterer Ausbau der erneuerbaren Energiequellen dringend erforderlich sei. Strom werde in steigendem Maß benötigt, um die Verkehrswende zu bewältigen. So wachse die Elektromobilität kräftig. Die Zahl der rein elektrisch angetriebenen Personenwagen habe sich 2021 bereits verdoppelt. Es gebe Ende April zudem rund 50 Prozent mehr öffentliche Ladepunkte als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahrs.

Insgesamt ist der Energieverbrauch in Hessen laut Wirtschaftsministerium 2020 um 16,5 Prozent gesunken. Dabei mache sich vor allem der stark eingeschränkte Flugverkehr bemerkbar. In privaten Haushalten sei er dagegen – auch aufgrund von Homeoffice und Kurzarbeit - um 0,3 Prozent gestiegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare