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Polizeibeamte bei der Arbeit. Foto: Monika Müller
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Polizeibeamte bei der Arbeit.

Hessen

Immer mehr Personal für Hessen

Das Land Hessen stellte im Corona-Jahr 2020 Tausende neuer Beschäftigter ein und verschuldet sich immer höher. Vor allem die Altersvorsorge für Beamtinnen und Beamte schlägt zu Buche.

Hessen verfügt über immer mehr Lehrkräfte, Polizeibedienstete und andere Beschäftigte. Im Corona-Jahr 2020 wuchs die Zahl der Landesbediensteten um 3623 an. Jetzt sind mehr als 172 000 Menschen im Dienste des Landes tätig.

Das geht aus dem Geschäftsbericht der Landesregierung für das Jahr 2020 hervor, den Finanzminister Michael Boddenberg vorgestellt hat. Die Aufwendungen von jetzt 13,4 Milliarden Euro sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gewachsen. 2019 betrugen sie noch 10,6 Milliarden Euro.

Der große Sprung hängt nicht nur mit der größeren Zahl von Beschäftigten zusammen, sondern auch mit gestiegenen Aufwendungen für die Altersversorgung. Sie machen allein einen Zuwachs von fast 2,4 Milliarden Euro aus.

Die Corona-Krise hat das Land finanziell gefordert. Der Geschäftsbericht weist für Hessen ein Jahresminus von 6,3 Milliarden Euro aus. Dieses Ergebnis sei „unter anderem auch auf geringere Steuereinnahmen zurückzuführen“, erläuterte Boddenberg. Er gab dem Bericht den Titel „Hessens gute Zukunft sichern“. So lautet auch der Name des umstrittenen Sondervermögens von bis zu zwölf Milliarden Euro, mit dem Hessen die Folgen der Corona-Pandemie bewältigen will.

Hessen hatte 2009 den Geschäftsbericht eingeführt, der das Vermögen und die Verschuldung des Landes nach kaufmännischen Prinzipien darstellt. Dadurch waren die Rückstellungen für die Altersversorgung der Bediensteten in die Bilanz aufgenommen worden. Vorher war nur die Aufnahme von Schulden bei den Banken sichtbar gewesen. Sie haben inzwischen das Allzeithoch von 45,8 Milliarden Euro erreicht, das sind 4,1 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.

Noch höher liegen allerdings die Ansprüche aus Pensionen und Beihilfen. Sie sind erneut um fast drei Milliarden Euro gestiegen und betragen nun beinahe 96 Milliarden Euro. Dabei stechen die Lehrerinnen und Lehrer heraus, die besonders häufig verbeamtet sind. Dadurch belaufen sich die Verpflichtungen für Pensionen und Beihilfen im Kultusbereich auf mehr als 53 Milliarden Euro bei derzeit fast 68 000 Beschäftigten.

An den Hochschulen, wo weniger Beamtinnen und Beamte tätig sind, sind dagegen weit geringere Rückstellungen erforderlich. Für den gesamten Bereich Wissenschaft und Kunst mit etwa 32 000 Beschäftigten betragen sie lediglich 5,4 Milliarden Euro.

Der Bericht enthält auch positive Daten zur Finanzsituation des Landes. So ist das Anlagevermögen um rund 800 Millionen Euro auf rund 29,9 Milliarden Euro angewachsen. Im Jahr 2019 waren es knapp 29,2 Milliarden Euro gewesen.

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