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Im Bistum Limburg gibt es Respekt fürs Outing im Fernsehen

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Von: Peter Hanack

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Die katholische Kirche ist dabei, ihre Sexualmoral zu ändern. Zumindes in Deutschland kommt etwas in Bewegung.
Die katholische Kirche ist dabei, ihre Sexualmoral zu ändern. Zumindes in Deutschland kommt etwas in Bewegung. © imago images/Steinach

Die Diözesanversammlung im Bistum Limburg fordert ein Ende der Diskriminierung von Menschen, die nicht heterosexuell sind.

Vor gut einer Woche hatten sich 125 Beschäftigte der katholischen Kirche in einer Fernseh-Dokumentation als nicht-heterosexuell geoutet. Auch Personen aus Hessen sind darunter. Nun hat die Diözesanversammlung des Bistums Limburg diesen Menschen ihre Anerkennung ausgedrückt.

„Ihr Lebens- und Glaubenszeugnis beeindruckt, da sie sich trotz aller Widrigkeiten der Amtskirche und dem damit verbundenen Leidensdruck nicht davon abbringen ließen und lassen, ihren Glauben aktiv zu leben“, heißt es in der Erklärung der Diozesanversammlung. Dieses Gremium ist die gewählte Vertretung der Katholikinnen und Katholiken im Bistum.

Rechtssicherheit für queere Menschen

Dessen Mitglieder sprechen sich dafür aus, mehr Rechtssicherheit für queere Menschen im kirchlichen Dienst zu schaffen. Dazu solle die bestehende Grundordnung geändert werden. Es dürfe keine arbeitsrechtliche Diskriminierung mehr geben. „Wir sind gefordert, Menschen den nötigen Raum zu geben, um leben zu können, wie Gott sie schuf“, heißt es in einer Erklärung der Diözesanversammlung.

Ein Umdenken in der katholischen Sexualmoral sei nötig. „Toleranz und Respekt vor Anderen sollten Basis des Selbstverständnisses und Handelns sein“. Die Versammlung unterstützt damit die Forderungen des Synodalen Wegs, der vergangene Woche in Frankfurt tagte. pgh

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