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Hessische Unternehmen kommen erstaunlich gut durch die Krise

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Von: Pitt von Bebenburg

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„Ein Landesminister ist kein König und kein Diktator“, sagt Al-Wazir. Bild: Renate Hoyer
Lob für die WI-Bank: Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir © Renate Hoyer

Hessische Förderbank zieht eine positive Corona-Bilanz für Unternehmen. Über die WI-Bank wurde auch die Milliardenunterstützung für Kliniken abgewickelt.

Ein Großteil der Unternehmen in Hessen hat es nach Auffassung der landeseigenen Wirtschafts- und Infrastruktur-Bank (WI-Bank) „bemerkenswert gut durch die Corona-Krise geschafft“. Dazu hätten staatliche Kredite, Zuschüsse, Beteiligungen und Bürgschaften von mehr als 1,5 Milliarden Euro beigetragen, die über die WI-Bank abgewickelt wurden, sagte Michael Reckhard von der Geschäftsleitung der Förderbank am Freitag.

Lob für das Durchhaltevermögen

Entscheidende Faktoren seien aber „das enorme Engagement, das Durchhaltevermögen und die Kreativität vieler Unternehmerinnen und Unternehmer“ gewesen, fügte Reckhard hinzu. Die WI-Bank hatte etliche Corona-Förderprogramme von Bund und Land in Hessen umgesetzt. Hessens Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) lobten sie als „leistungsstarke Förderbank, die auch und gerade in Krisenzeiten eine wichtige Partnerin ist“.

Die Gesamtsumme der staatlichen Förderung für Unternehmen und Institutionen während der Corona-Pandemie liegt erheblich höher. Mitte 2021 hatten Boddenberg und Al-Wazir diesen Betrag auf 13 Milliarden Euro taxiert, darunter auch gestundete Steuern.

1,1 Milliarden für Kliniken

Der mit Abstand größte Teil der Unterstützung, für den die WI-Bank die Anträge bearbeitete, ging an die hessischen Kliniken. Die Krankenhausförderung belief sich nach Angaben der Bank von Beginn der Corona-Pandemie bis Ende 2021 auf 1,14 Milliarden Euro. Dieses Geld kam fast vollständig vom Bund.

Zweitgrößter Posten war das Programm „Hessen-Mikroliquidität“ mit einer Fördersumme von gut 250 Millionen Euro. Damit wurden mehr als 800 kleine und mittlere Unternehmen unterstützt, zum großen Teil kleine Firmen mit weniger als fünf Beschäftigten.

Luftreinigungsgeräte für die Schulen

Geld gab es auch für Luftreinigungsgeräte an den Schulen. Dafür flossen 17,6 Millionen Euro. Für den Erhalt von Schwimmbädern und anderen Sportstätten erhielten die Kommunen 13,4 Millionen Euro. Zur Hilfe für Gaststätten wurden 2,5 Millionen Euro bereitgestellt. Weitere Mittel flossen für die Film- und Festivalförderung sowie für die Unterstützung weiterer Kulturveranstaltungen.

„Hinter Tausenden von bearbeiteten Hilfsanträgen stehen Tausende Schicksale in oft existenziellen Nöten“, ließen sich Boddenberg und Al-Wazir gemeinsam zitieren und versprachen: „Die Menschen können weiter auf uns zählen.“

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