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Hessische CDU: Auf dem Weg nach oben

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Von: Pitt von Bebenburg

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Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU).
Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). © dpa

Es käme nicht überraschend, wenn Ministerpräsident Bouffier die hessische CDU-Fraktionschefin als seine Nachfolgerin im Parteivorsitz und damit als potenzielle Ministerpräsidentinnen-Kandidatin vorschlagen würde. Das Ergebnis vom Wochenende dürfte als Rückenwind für solche Überlegungen dienen. Ein Kommentar.

In der CDU kann es derzeit von Vorteil sein, weitgehend unbekannt zu sein. Jedenfalls solange man unverbraucht, bodenständig und sympathisch rüberkommt. Dann hat man die Chance, für den dringend ersehnten Neuanfang der Partei zu stehen.

Ines Claus ist das am Wochenende gelungen. Zarte Hinweise auf ihre christliche Verankerung, ihre kommunalpolitischen Wurzeln und ihre familiäre Einbindung genügten für ein sehr respektables Wahlergebnis in der Bundespartei. Wenngleich sicherlich auch die eine oder andere Absprache zwischen den Landesverbänden im Hintergrund dazu beigetragen hat. Denn es wird immer deutlicher: Ines Claus ist Volker Bouffiers Kandidatin, und Bouffier ist in der CDU vernetzt wie kaum ein anderer.

Der Ministerpräsident war es, der die Überraschungskandidatin Claus vor knapp zwei Jahren als hessische Fraktionsvorsitzende duchgesetzt hat. Es käme nicht überraschend, wenn er sie im Februar auch als seine Nachfolgerin im hessischen Parteivorsitz und damit als potenzielle Kandidatin für das Ministerpräsidentinnenamt vorschlagen würde. Das Ergebnis vom Wochenende dürfte als Rückenwind für solche Überlegungen dienen.

Wenn Claus allerdings 2023 als Spitzenkandidatin ins hessische Rennen gehen sollte, müsste sie sich politisch noch sehr viel deutlicher profilieren. Unverbraucht, bodenständig und sympathisch zu sein, wird dafür nicht reichen.

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