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„Hessentrend“: CDU, SPD und Grüne nah beieinander

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Von: Hanning Voigts

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Im Herbst 2023 wird in Hessen ein neuer Landtag gewählt. Foto: Michael Schick
Im Herbst 2023 wird in Hessen ein neuer Landtag gewählt. © Michael Schick

Eine Meinungsumfrage zeigt, dass die CDU aktuell eine Landtagswahl in Hessen gewinnen würde. Die SPD legt allerdings in der Wählergunst zu, die politische Lage ist offen.

Knapp eineinhalb Jahre vor der nächsten Landtagswahl in Hessen liegen CDU, SPD und Grüne in der Gunst der Wähler:innen ungefähr gleichauf. Das ist ein zentrales Ergebnis des „Hessentrends“, für den das Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap im Auftrag des Hessischen Rundfunks 1169 Wahlberechtigte befragt hat.

Wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre, käme die CDU laut der Umfrage auf 27 Prozent der Stimmen, die SPD auf 24 und die Grünen auf 20 Prozent. Die CDU liegt in der Umfrage also vorne, büßt aber gegenüber dem letzten „Hessentrend“ vom Februar vergangenen Jahres fünf Prozentpunkte ein. Die SPD legt dagegen um sieben Punkte zu, die Grünen verlieren einen Punkt. Die FDP legt zu und kommt auf neun Prozent der Stimmen, die AfD rutscht drei Punkte auf sieben Prozent Zustimmung ab und die Linke verliert leicht und landet in der Umfrage bei fünf Prozent.

Keine Wechselstimmung

Eine eindeutige Wechselstimmung lässt sich aus den Zahlen nicht ablesen: Laut derselben Erhebung sind 64 Prozent der Hess:innen mit der schwarz-grünen Landesregierung zufrieden oder sehr zufrieden, das ist ein absoluter Rekordwert. Weniger zufrieden zeigten sich in der Umfrage 25 Prozent, nur sieben Prozent sind mit Schwarz-Grün gar nicht zufrieden. Mehr als ein Drittel der Befragten wünscht sich eine von der CDU geführte Landesregierung, 28 Prozent sähen gerne die SPD und 16 Prozent die Grünen als stärksten Teil der nächsten Regierung.

Auf Basis des „Hessentrends“ ergibt sich, dass CDU und Grüne ihre aktuell schon knappe Mehrheit von nur einer Stimme im Landtag verlieren könnten – vor allem dann, wenn die Linke wieder in den Landtag einzöge. Rein rechnerisch möglich wären dagegen sämtliche Koalitionsbündnisse aus drei Parteien: die sogenannte Ampel aus SPD, Grünen und FDP, die sogenannte Jamaikakoalition aus CDU, Grünen und FDP oder Rot-Rot-Grün.

Die CDU zeigte sich am Freitag mit dem „Hessentrend“ zufrieden. „In diesen bewegten Zeiten vertrauen die Menschen besonders der CDU Hessen“, sagte Generalsekretär Manfred Pentz. „Alles ist möglich, auch ein Dreikampf um die Staatskanzlei“, hieß es von den Landesvorsitzenden der hessischen Grünen, Sigrid Erfurth und Sebastian Schaub. Die FDP sprach von einem „Wachstumskurs“ der Freidemokrat:innen, die Linke betonte, für ein „sozialeres, ökologischeres und gerechteres Hessen“ streiten zu wollen.

So würden die hessischen Wahlberechtigten abstimmen, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre. Foto: FR
So würden die hessischen Wahlberechtigten abstimmen, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre. © FR

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