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Hessens Studierende fragen nach Essen, Wohnen und Kinderbetreuung

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Von: Peter Hanack

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Es mangelt auch an gutem Mensa-Essen (Symbolbild).
Es mangelt auch an gutem Mensa-Essen (Symbolbild). © Monika Skolimowska/dpa

Die fünf hessischen Studierendenwerke legen ihren Fragenkatalog an eine künftige Landesregierung vor. Ihre Themen zeigen, woran es häufig mangelt.

Mehr Wohnraum, günstiges und gutes Mensa-Essen, Kinderbetreuungsangebote für studierende Eltern: Das sind Themen, die der hessischen Studierendenschaft auf den Nägeln brennen. Entsprechend wollen die Studierendenwerke von den Parteien wissen, welche Angebote sie dazu machen und was sie tun würden, falls sie Teil der nächsten Landesregierung würden.

Im Herbst 2023 wird in Hessen ein neuer Landtag gewählt. Entsprechend steht das nächste Jahr im Zeichen des Wahlkampfs. Die hessischen Studierendenwerke haben bereits jetzt ihre Fragen an die Parteien vorgelegt. Die Wahlprüfsteine und die Antworten der Parteien sollen dabei eine Hilfe bei der Wahlorientierung geben.

„Wie beabsichtigt Ihre Partei dafür zu sorgen, dass in den hessischen Hochschulstädten wieder mehr günstiger studentischer Wohnraum zu finden ist?“ So lautet eine der Fragen der Studierenden. Ziel müsse es sein, mindestens zehn Prozent der Studierenden einen Wohnheimplatz zum sozialen Mietpreis anbieten zu können.

Wohnheimplätze fehlen

Bisher gibt es nach Angaben der Studierendenwerke in Hessen rund 13 000 Plätze. Die genügen lediglich für sechs Prozent der Studierenden. Um die Situation zu verbessern, sollte eine künftige Landesregierung nach Ansicht der Studierendenwerke die dafür benötigten Baukostenzuschüsse, öffentliche Grundstücke und Sanierungsmittel zur Verfügung stellen.

Wichtig sei auch, dass für die Mensen und Cafeterien genug Mittel für Bau- und Sanierungsmaßnahmen vorhanden seien. Gerade angesichts der stark gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise fragen die Studierendenwerke, was die Parteien planten, damit ein ausgewogenes Speisenangebot zu sozial verträglichen Preisen sichergestellt werden könne.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Vereinbarkeit von Studium und Kindererziehung. Die Studierenden wollen wissen, ob dafür die Zuschüsse zur Kinderbetreuung aufgestockt werden sollen. Aktuell gibt es dort 428 Plätze bei rund 217 000 Studierenden in Hessen.

Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie wichtig die Leistungen der Studierendenwerke seien. Dazu gehörten finanzielle Unterstützung ebenso wie die Aufrechterhaltung aller Leistungen, gerade auch der sozialen und psychologische Beratungsangebote. Der Beratungsbedarf sei seit Beginn der Pandemie 2020 kontinuierlich gestiegen und werde angesichts neuer Krisen absehbar weiter steigen.

Allein im Jahr 2022 hätten die Studierendenwerke dafür rund 3,2 Millionen Euro aufwenden müssen. Mit studentischen Sozialbeiträgen allein lasse sich dieser Baustein der sozialen Infrastruktur nicht finanzieren.

Küchen und Bafög

In den insgesamt fünf Studierendenwerken in Hessen sind rund 1200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Sie arbeiten in den Küchen der Mensen und Cafeterien sowie der Wohnheime, in Bafög-Ämtern und Beratungseinrichtungen, aber auch in den unterschiedlichsten Verwaltungsbereichen.

Die Studierendenwerke Hessen online unter studierendenwerke-hessen.de

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