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Der damalige Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke sitzt an seinem Schreibtisch. In der Nacht zum 2. Juni 2019 wurde Lübcke ermordet. Foto: Hermann-Josef Klüber/Regierungspräsidium Kassel/dpa
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Der damalige Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke sitzt an seinem Schreibtisch. In der Nacht zum 2. Juni 2019 wurde Lübcke ermordet.

Hessen

Hessens Ministerpräsident Bouffier: „Walter Lübcke fehlt“

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Vor zwei Jahren wurde der nordhessische Regierungspräsident Walter Lübcke ermordet. Hessens Regierungschef Bouffier sieht die Tat als Mahnung, Haltung zu zeigen auch bei Gegenwind

Der Mord an Regierungspräsident Walter Lübcke vor zwei Jahren mahne dazu, sich „jeden Tag aufs Neue für Freiheit und Demokratie stark“ zu machen. Das hat der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Dienstag gesagt. Für ihn bedeute der Lübcke-Mord außerdem eine Verpflichtung, „Haltung zu zeigen, auch wenn man Gegenwind spürt“.

Der CDU-Politiker Lübcke war im Alter von 65 Jahren in der Nacht zum 2. Juni 2019 auf seiner Terrasse in Wolfhagen-Istha erschossen worden. Als Täter wurde vom Oberlandesgericht Frankfurt der Rechtsextremist Stephan Ernst verurteilt. Lübcke war für die rechtsextreme Szene zum Feindbild geworden, als er sich 2015 für die Unterbringung von Flüchtlingen starkmachte. Auf Anfeindungen reagierte er mit der Bemerkung, wer die Werte Deutschlands nicht vertrete, könne es verlassen.

„Dr. Walter Lübcke fehlt“, sagte Bouffier. „Sein klares Wort und seine Standhaftigkeit, für Überzeugungen einzustehen, vermissen wir schmerzlich.“ Lübcke habe sich für ein freies Land und einen demokratischen Rechtsstaat eingesetzt, „in dem jeder seine Meinung äußern darf“.

Er habe „für seine aufrichtige und unerschrockene Einstellung“ mit dem Leben bezahlen müssen. „Unsere Stimme für Menschenrechte und die Freiheit muss noch lauter werden und sich gegen Ausgrenzung, Gewalt, Hass und Hetze erheben“, forderte Bouffier.

Landtagspräsident Boris Rhein (CDU) nannte den Mord einen „Angriff auf die Grundlagen unseres Zusammenlebens“. Das Gedenken sei besonders wichtig „in Zeiten, in denen unsere demokratische Ordnung immer mehr unter Beschuss steht“.

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