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Hessen

Hessens Minister Al-Wazir berief zwei Frauen

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Bisher ins vorige Jahr gab es nur Männer in der Führungsebene im Haus des hessischen Grünen-Ministers Al-Wazir. Jetzt gibt es dort erste Abteilungsleiterinnen. Die SPD hakt weiter nach

Die Führungsetagen der hessischen Ministerien werden von Männern dominiert. Aber im Wirtschaftsministerium von Tarek Al-Wazir (Grüne) sind mittlerweile immerhin zwei der acht Abteilungsleitungsposten mit Frauen besetzt. Das geht aus einer Antwort Al-Wazirs auf Fragen des SPD-Abgeordneten Tobias Eckert hervor.

Das Haus des Grünen-Ministers war Schlusslicht in der hessischen Landesregierung gewesen, als die SPD 2019 die Zahl weiblicher Führungskräfte abfragte. Alle Führungsaufgaben wurden seinerzeit von Männern wahrgenommen. Neben dem Minister sind die beiden Staatssekretäre männlich. Gleiches galt für die seinerzeit sieben Abteilungsleiter, die acht Abteilungen führten.

Im Jahr 2020 berief Al-Wazir eine Abteilungsleiterin, im Jahr 2021 ebenfalls. Jetzt führt Susanne Ruth die Abteilung für Landesentwicklung und Energie, Mandy Pastohr steht an der Spitze der Abteilung Außenwirtschaft, Mittelstand, berufliche Bildung und Technologie. Damit seien „100 Prozent der Nachbesetzungen im Bezugszeitraum“ mit Frauen erfolgt, berichtet der Minister. Fragesteller Eckert spottet über diese Antwort: „Das ist der Vorteil, wenn man in Prozenten rechnet.“ Das Wirtschaftsministerium bleibe „eine starke Männerdomäne“. Den Worten der Grünen für eine stärkere Gleichstellung und bessere Chancen zum beruflichen Aufstieg von Frauen müssten Taten folgen.

Bei den Antworten der Landesregierung vor zwei Jahren war aufgefallen, dass es nicht nur weniger Ministerinnen und Staatssekretärinnen gibt als männliche Amtsinhaber. Eine Ebene darunter war das Verhältnis noch krasser. Insgesamt arbeiteten elf Abteilungsleiterinnen für die Regierung. Das machte bei den 61 Posten gerade mal 18 Prozent aus.

Nun wollen die Sozialdemokraten die aktuellen Zahlen auch in den anderen Ministerien erfragen. Es gelte herauszufinden, ob Frauen von der schwarz-grünen Landesregierung systematisch in Führungspositionen gebracht würden, erläuterte Eckert.

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