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Lehrkräfte-Akademie

Hessens Lehrerbildung zieht um

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Die neuen Standorte sind Gießen und Alsfeld. Frankfurt und Wiesbaden werden aufgegeben. Für manche werden die Wege dadurch länger.

Die hessische Lehrkräfteakademie zieht nach Gießen und Alsfeld. Die bisherigen Standorte Frankfurt, Kassel und Wiesbaden werden aufgegeben. Die SPD hält das für die falsche Entscheidung. Kultusminister Alexander Lorz (CDU) dagegen verteidigt den Umzug und verspricht eine Modernisierung der Weiterbildung und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

„Die bisherige dezentrale Struktur hat sich bewährt“, sagt Christoph Degen, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Anders als von der Landesregierung behauptet, stärke der Umzug den ländlichen Raum nicht. Stattdessen würden für viele Beschäftigte die Wege zur Arbeit länger. Zudem werde wegen der schlechteren Anbindung häufiger das Auto genutzt.

Anlass für die Umstrukturierung der hessischen Lehreraus- und -weiterbildung ist der bauliche Zustand der Lehrkräfte-Zentrale in Frankfurt. Dort, ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs, hat die Zentrale im sanierungsbedürftigen Erwin-Stein-Haus ihren Sitz. Selbst mit erheblichen Investitionen könne kein moderner Bürostandard hergestellt werden, argumentiert das Kultusministerium. Der Mietvertrag sei deshalb letztmalig bis Juni 2024 verlängert worden.

Bessere Zusammenarbeit

Zunächst war Bad Vilbel als neuer Standort im Gespräch. Nun also Gießen und Alsfeld. Nach Einschätzung von Kultusminister Lorz erschließen die beiden Orte große ländliche Regionen. Die Zusammenlegung von vier zu zwei Standorten schaffe zudem die Möglichkeit, die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationseinheiten zu verbessern. Sowohl in Gießen als auch in Alsfeld sollen Neubauten errichtet werden. Der Umzug ist für 2024 geplant. Wesentliche Teile des Schulungs- und Konferenzbetriebs sollen in Gießen stattfinden.

Degen kritisiert, dass viele Beschäftigte aus dem Rhein-Main-Gebiet künftig längere Wege in Kauf nehmen müssten. Lorz räumt das ein, hält aber dagegen, dass sich die Fahrzeiten für Menschen aus Mittel- oder Nordhessen verkürzen würden. Zudem bestehe die Möglichkeit der Telearbeit, auch solle die Arbeitszeit flexibler gestaltet werden.

Lehrkräftevertretungen hatten argumentiert, der Umzug weg vom Frankfurter Hauptbahnhof mache es schwerer, an Weiterbildungen und Konferenzen teilzunehmen.

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