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Die Schüler kommen am ersten Schultag nach den Sommerferien in Bayern zum Unterricht.
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Die Schüler kommen am ersten Schultag nach den Sommerferien in Bayern zum Unterricht.

Schulstart

Schulen in Hessen: Präsenzunterricht trotz Omikron

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Der Unterricht soll am Montag weitgehend normal starten, trotz Omikron. Kultusminister Lorz geht allerdings davon aus, dass Angebote eingeschränkt werden könnten. Nötig seien kürzere Quarantänezeiten.

Wiesbaden - Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat am Mittwoch (05.01.2022) die Absicht bekräftigt, die Schulen trotz des Aufkommens der hochansteckenden Omikron-Variante offen zu halten. Nach einer Videokonferenz am Nachmittag mahnten die Kultusminister und -ministerinnen der 16 Bundesländer eine kürzere Dauer der Quarantäne für Lehrkräfte sowie für Schüler und Schülerinnen an. Diese müssten dem Personal in kritischen Infrastrukturen wie Polizei, Feuerwehr oder Wasserwerken gleichgestellt werden.

„Präsenzunterricht hat höchste Priorität“, sagte Lorz. Ebenso wichtig sei der Infektionsschutz. Hessen sei darauf vorbereitet, den Schulstart nach den Weihnachtsferien am Montag in geöffneten Klassenräumen zu begehen. Sollte das Infektionsgeschehen durch Omikron in einzelnen Regionen nicht überall Präsenzunterricht ermöglichen, seien die Schulen organisatorisch, pädagogisch sowie technisch auf alternative Unterrichtsformen vorbereitet. „Ich hoffe allerdings, dass die Pläne dafür dauerhaft in der Schublade bleiben können“, so der Kultusminister.

Corona in Hessen: Maskenpflicht für Schüler auch am Platz

In Hessen gilt von Montag (10.02.2022) an – wie vor Beginn der Weihnachtsferien – die Maskenpflicht in Schulgebäuden. Medizinische Mund-Nasen-Bedeckung muss während des Unterrichts auch am Platz getragen werden. Lediglich im Freien und im Schulsport entfällt diese Pflicht.

Beim Sportunterricht sollen Gruppen gebildet werden, die sich nicht mischen dürfen. Sie sollen jeweils in einem eigenen Bereich bleiben. Der Unterricht soll möglichst im Freien stattfinden. Schüler und Schülerinnen sollen sich nur kurz in den Umkleiden aufhalten.

Schülerinnen und Schüler, die weder geimpft noch genesen sind, müssen sich dreimal pro Woche testen. Alle anderen sollen ebenfalls weiterhin die Möglichkeit zu einem kostenlosen Test in der Schule erhalten. Gab es einen positiven Corona-Fall, muss sich die gesamte Klasse zwei Wochen lang täglich testen. Die Regeln gelten zunächst für das laufende Schulhalbjahr, das am 4. Februar endet.

Corona-Regeln an den Schulen: Distanzunterricht nur in Ausnahmefällen

Weiterhin gilt, dass Schülerinnen und Schüler vom Präsenzunterricht abgemeldet werden können. Bei Minderjährigen müssen dies die Eltern tun. Zuletzt waren dies nach Angaben aus dem hessischen Kultusministerium etwas weniger als 1000 Kinder und Jugendliche. Sie sollen am Distanzunterricht teilnehmen, allerdings wird dieser zumeist nur äußerst lückenhaft angeboten.

Klassenfahrten ins Ausland bleiben bis Ende des Schulhalbjahres verboten. Sie sollen im Frühjahr und Sommer wieder möglich werden.

„Wir müssen davon ausgehen, dass es aufgrund der Omikron-Variante einen hohen Krankenstand bei Lehrkräften geben wird“, sagte er. Geplant sei, bei Bedarf Personal zwischen den Schulen zu verschieben. Möglich seien auch stufenweise Einschränkungen bei den schulischen Angeboten. So könnten beispielsweise Arbeitsgemeinschaften entfallen. „Unser Ziel ist es, einen verlässlichen Unterrichtskern sicherzustellen“, so der Minister.

Hessen drängt auf Änderung der Quarantäne-Regeln

Wie seine Amtskollegen und -kolleginnen drängt Lorz darauf, dass die Quarantäne-Regeln geändert werden. Aktuell gilt bundesweit, dass beim Auftreten einer Infektion mit Omikron die infizierte Person und alle Kontaktpersonen 14 Tage in Quarantäne müssen, ohne die Möglichkeit, sich freitesten zu können. Lorz fürchtet, dass dies dazu führen könnte, dass die Schulen zwar geöffnet blieben, aber weitgehend leer wären. „Das wäre eine Schulschließung durch die Hintertür.“

Lehrkräfte, Schulpersonal sowie Schülerinnen und Schüler sollten deshalb dem Personal in kritischen Infrastrukturen gleichgestellt werden. Zurzeit wird überlegt, für diese Gruppe die Quarantänezeit deutlich zu verkürzen, um den Betrieb der jeweiligen Einrichtungen aufrecht erhalten zu können.

„Denn die Schulen zählen mit bundesweit elf Millionen Schülerinnen und Schülern sowie 800.000 Lehrkräften für mich zur kritischen Infrastruktur, die jetzt besonders geschützt werden muss“, hatte Lorz im Vorfeld der Kultusministerkonferenz der Deutschen Presse-Agentur gesagt. (Peter Hanack)

Der Leitartikel: Warum Schulen trotz Corona offen bleiben müssen

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