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Hessen

Hessens Kita-Personal will mehr Schutz gegen Covid

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Am Dienstag wurde eine Petition an die Landesregierung übergeben. Das Infektionsrisiko ist für Kita-Personal besonders hoch.

Die ersten Absagen für einen Impftermin trudelten am Montagabend ein. „Es ist wirklich sehr bitter für die Kolleg:innen in Kita und Schule“, sagt Kristin Ideler, Gewerkschaftssekretärin von Verdi Hessen. „Die Erzieher:innen und die anderen Beschäftigten in diesem Bereich haben eine sehr große Impfbereitschaft, und die bisherigen Registrierungsdaten für Impftermine waren überwältigend.“ Innerhalb kürzester Zeit hätte eine Impfquote von an die 95 Prozent erreicht werden können.

Der am Montag verkündete vorübergehende Stopp für Astrazeneca treffe auch andere systemrelevante Berufe, sagt Ideler. Etwa die Beschäftigten an der Universitätsklinik Gießen-Marburg.

Die Forderung nach einem Impfschutz ist auch in der Petition „Schützt auch Erzieher:innen vor Corona“ zu finden, die Verdi gemeinsam mit der Initiatorin am Dienstag im Landtag übergab. Die rund 28 000 Unterzeichner:innen unterstützten den Appell an die Landesregierung nach klaren Stufenplänen für die Kitas, die sich an Inzidenzen orientieren. Sie wollen mehr Testungen als die obligatorischen wöchentlichen fürs Personal sowie Reihentestungen auch für Kinder und Eltern. Vorausschauende Quarantäneregelungen müssten Standard sein.

Der Erzieher:innenberuf sei in der Pandemie besonders riskant. Selbst in Zeiten des Lockdowns seien die Kitas in Hessen bis zu 90 Prozent belegt gewesen. Seit der regulären Eröffnung am 22. Februar häuften sich Schließungen aufgrund von Infektionen mit den Mutationen.

Nach einer am Dienstag veröffentlichten Auswertung durch das wissenschaftliche Institut der AOK (Wido) waren Berufstätige in der Betreuung und Erziehung von Kindern überdurchschnittlich oft im Zusammenhang mit Covid-19 arbeitsunfähig. Lediglich medizinische Fachangestellte waren zwischen März und Dezember 2020 noch häufiger wegen einer Corona-Infektion krankgeschrieben.

Der Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, forderte am Dienstag die Landesregierung auf, die Anerkennung von Covid-19 als Dienstunfall für Beamtinnen und Beamte zu erleichtern. Das Land Schleswig-Holstein könne als Vorbild dienen. Laut Rudolph laufen derzeit dazu Klagen von Betroffenen in Hessen.

Enger persönlicher Kontakt gehöre für Sozialarbeiter:innen, Erzieher:innen und Lehrer:innen zum Arbeitsalltag. Auch zu dem der Polizei und der kommunalen Ordnungsbehörden, die gegen Widerstände die Corona-Regeln durchsetzen müssten. „Es zeigt sich zunehmend, dass manche an Covid-19 Erkrankte mit Langzeitfolgen kämpfen.“ Wer mit und für Menschen arbeite und sich dabei trotz aller Vorsicht infiziere, müsse finanziell abgesichert sein.

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