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Hessens Kinder sollen wieder schwimmen lernen

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Von: Peter Hanack

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Bloß nicht untergehen: Schwimmunterricht war wegen Corona selten, auch Kurse fielen flach. Jetzt wird wieder geschwommen.
Bloß nicht untergehen: Schwimmunterricht war wegen Corona selten, auch Kurse fielen flach. Jetzt wird wieder geschwommen. © Peter Jülich

75 000 haben das Schwimmen nicht gelernt. Nun fördern hessische Sportverbände und das Land fSchwimmkurse. Und die Vereine können Hilfe bei Energiekosten bekommen.

Rund 75 000 Kinder in Hessen konnten während der Corona-Pandemie das Schwimmen nicht erlernen. Davon gehen die hessischen Schwimmsportverbände aus. Mit Gutscheinen für Schwimmkurse und mehr Vereinsförderung soll gegengesteuert werden.

Seit geraumer Zeit verteilen die Schulen Gutscheine an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 7, die noch keinen Freischwimmer (bronzenes Schwimmabzeichen) haben. Sie haben einen Wert von 75 Euro und können bei Schwimmvereinen und Ortsgruppen der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) eingelöst werden. Die Eltern müssen dann nur noch die Differenz zur Kursgebühr zahlen.

Nun hat auch Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) den Schwimmvereinen für ihre Arbeit gedankt. „Die Vereine bringen nicht nur unzählige Talente und Meisterschaftsgewinnerinnen und -gewinner hervor, sondern sie sorgen auch dafür, dass Kinder und Erwachsene das Schwimmen erlernen können“ sagte Rhein. Aktuell würden 184 Klubs, die Schwimmkurse anbieten, mit insgesamt 92 000 Euro aus Sondermitteln gefördert. Das sind 500 Euro je Verein. Die Sondermittel, die für gemeinnützige, soziale, sportliche und kulturelle Zwecke ausgegeben würden, stammten aus Lotto-Spieleinnahmen, erläuterte der Minitserpräsident.

Richtig schwimmen zu können, sei lebenswichtig, mahnte Rhein. Deshalb unterstütze das Land die Kurse, die der DLRG- Landesverband Hessen und der Hessische Schwimmverband mit dem Projekt „Hessen lernt schwimmen“ organisierten. Ziel der hessischen Landeregierung sei es zudem, die Vereinsstrukturen zu erhalten und zu fördern. Denn auch diese hätten unter den Corona-Einschränkungen sehr gelitten. Den Schwimmvereinen stehe deshalb grundsätzlich Hilfe aus dem Landesprogramm „Hessen steht zusammen“ zur Verfügung, wenn es in der Energiekrise zu existenzbedrohlichen Liquiditätsengpässen kommen sollte.

Mehr zum Projekt im Internet unter hessen-lernt-schwimmen.de

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