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Armin Laschet, Kanzleramtsminister Helge Braun (dahinter) und der hessische JU-Chef Sebastian Sommer (l.).
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Armin Laschet, Kanzleramtsminister Helge Braun (dahinter) und der hessische JU-Chef Sebastian Sommer (l.).

Bundestagswahl

Hessens Junge Union will den „Wahlkampfturbo“ zünden

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Beim Landestag in Gießen verspricht Laschet an sofort Geschlossenheit mit der CSU. Gesundheitsminister wirbt für „Bewältigungsstolz“ in der Pandemiepolitik.

Am Freitag hat er Elon Musk getroffen. „Ein spannender Typ“, sagt Armin Laschet. „Er hat mich nicht ins All eingeladen, aber wir waren in Brandenburg.“ Das Publikum lacht. Die Rede des CDU-Kanzlerkandidaten ist der offizielle Höhepunkt des 100. Landestags der Jungen Union Hessen am Samstag in Gießen. Begleitet von rhythmischem Klatschen ist er zum rockigen „Eye of the Tiger“ in den Hof des historischen Klosters auf dem Schiffenberg eingezogen. Für seinen Vorredner Jens Spahn hatte die Regie Gute-Laune-Raggae von Peter Tosh gewählt: „Sun is shining, weather is sweet“.

Der CDU-Nachwuchs ist ungeduldig: „Es ist Zeit, den Wahlkampfturbo zu zünden“, mahnt Landeschef Sebastian Sommer, der später mit großer Mehrheit der 219 Delegierten im Amt bestätigt wurde. Für die Wahl der drei Stellvertreter kandidieren ausschließlich Männer. Die Bundestagswahl am 26. September sei von „historischer Bedeutung“, so Sommer weiter. Speziell Themen der jungen Generation fehlten.

Aufgehängt an seinem Treffen mit dem Tesla-Chef fordert Laschet schnellere Planungsprozesse in Deutschland. Den Grünen wirft er eine „verlogene Politik“ vor. Sie hätten in der Regierung gesessen, als Nordrhein-Westfalen beschlossen habe, den Braunkohleabbau fortzusetzen. Die Grünen forderten das Ende innerdeutscher Flüge, blockierten aber den Ausbau jeder Bahntrasse.

Junge Union Hessen

Mit knapp 10 000 Mitgliedern ist die Jungen Union nach eigenen Angaben die größte politische Jugendorganisation in Hessen.

Zum Landesvorsitzenden wurde Sebastian Sommer, mit 91 Prozent wiedergewählt.

Stellvertreter sind Leopold Born (97 Prozent), Torben Kruhmann (98 Prozent) und Lucas Schmitz (97 Prozent). Schatzmeister bleibt Christian Eckhardt (94 Prozent). jur

Laschet will die Ortskräfte in Afghanistan mit Militärhilfe herausholen: „Die Bundeswehr wird da noch mal tätig werden müssen.“ Er ist für die Abschiebung Straffälliger und eine Integrationspolitik, die den Erwerb der deutschen Sprache als Bedingung stellt: „Unsere Regeln sind die gemeinsamen Regeln.“

Die von SPD und Grünen geforderten Steuererhöhungen nennt er „Gift“. Und, so Laschet mit einen Seitenhieb auf den SPD-Konkurrenten Olaf Scholz, Wolfgang Schäuble (CDU) sei „noch ein Finanzminister gewesen, der den Namen verdiente“. Die permanenten Störmanöver aus Bayern hätten jetzt ein Ende, verspricht er: Am Samstag werde er zusammen mit CSU-Chef Markus Söder und Bundeskanzlerin Angela Merkel den Wahlkampf eröffnen. „Sie können sich einstellen auf eine geschlossene Union aus CDU/CSU.“

Bundesgesundheitsminister Spahn fordert die Delegierten auf, die Erfolge der Pandemiebekämpfung mehr in der Vordergrund zu stellen – einen „Bewältigungsstolz“ zu entwickeln. Das Gesundheitssystem sei nicht kollabiert, die Warn-App und das digitale Impfzertifikat in rasantem Tempo nutzbar gewesen, die Entwicklung des neuen mRNA-Impfstoffs in Mainz eine „Erfolgsgeschichte“.

Das Virus sei aber noch nicht besiegt, stellte er klar. „Die vierte Welle schleicht sich heran.“ Deshalb dürfe die Maskenplicht im öffentlichen Nahverkehr oder im Einzelhandel nicht fallen. Darüber hinaus gebe es keinen Grund für weitere Einschränkungen für Geimpfte oder Genesene. Die anderen müssten sich testen lassen: „Mit den AHA-Regeln und den 3G-Regeln für Innenräume müssten wir durch den Herbst und Winter kommen.“

Vor dem Veranstaltungsgelände hatten verschiedene Gruppen demonstriert, darunter „Students for Future“ und Impfgegnerinnen und -gegner. Nach Angaben der Polizei Gießen verliefen die Kundgebungen mit rund 60 Personen friedlich.

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