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Hessens Handwerk macht gute Geschäfte

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Von: Peter Hanack

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Hessische Betriebe sind laut Umfrage der Handwerkskammern mit ihrer Situation trotz Corona-Pandemie zumeist zufrieden. Doch der Ukraine-Krieg bringt neue Belastungen.

Gut zu tun: Heizungsbauerinnen und -bauer werden dringend gesucht.
Gut zu tun: Heizungsbauerinnen und -bauer werden dringend gesucht. © Imago

Lieferschwierigkeiten, hohe Materialkosten, Personalmangel: Trotz aller Probleme zieht das hessische Handwerk eine positive Bilanz für das erste Quartal 2022.

Die hessischen Handwerksbetriebe sind in ihrer überwiegenden Mehrzahl mit ihrer aktuellen geschäftlichen Situation zufrieden. 83 Prozent der rund 77 000 Betriebe bewerten die Lage in den ersten drei Monaten des Jahres als „gut“ oder „befriedigend.“ Das geht aus der jüngsten Umfrage der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern hervor.

Corona-Pandemie überstandn

Auch für die Monate April bis Juni sind die Umfragewerte besser als für den gleichen Zeitraum des Vorjahres. 68 Prozent der Betriebe rechnen mit einer gleichbleibenden Geschäftsentwicklung. 2021 waren es knapp 61 Prozent. Nur 19,5 Prozent erwarten einen negativen Verlauf, 2021 waren es 22,4 Prozent.

„Die unmittelbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie scheinen überstanden“, sagte dazu Bernhard Mundschenk, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft. Allerdings seien die Belastungen durch den Ukraine-Krieg noch nicht in die Antworten eingeflossen. „Enorme Preissteigerungen und Materialengpässe aufgrund der Störungen der globalen Lieferketten“ weiteten sich aus.

Deutlich verändert hätten sich bereits die Preise. Bei fast 90 Prozent der Betriebe seien die Einkaufspreise gestiegen. Umgekehrt hätten nahezu 62 Prozent die Verkaufspreise erhöhen müssen. Hauptverantwortlich für die insgesamt gute Lage seien das Bau- und Ausbaugewerbe sowie die Betriebe des gewerblichen Bedarfs. pgh

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