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Das Logo der Partei Bündnis 90/Die Grünen.
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Politik

Hessens Grüne haben die Wahl

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Zwei Bundestagsabgeordnete bewerben sich um die Spitzenkandidatur zur Bundestagswahl.

Wer führt die hessischen Grünen in den Bundestagswahlkampf? Vor dem Nominierungsparteitag am Wochenende in Frankfurt ist diese Frage offen. Die Darmstädterin Daniela Wagner, die 2017 Spitzenkandidatin war und sich erneut darum bewirbt, wird herausgefordert von Bettina Hoffmann aus dem Schwalm-Eder-Kreis.

„In diesen Zeiten, in denen es so darauf ankommt, gehört eine Umweltpolitikerin an die Spitze“, wirbt Hoffmann. Sie wolle die Themen Klima-, Umwelt- und Naturschutz, Gesundheit, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft weiter voranbringen.

Die 61-Jährige führt auch ihre Heimatregion als Argument an. Noch nie habe eine Nordhessin die Bundestagsliste der hessischen Grünen angeführt. „Ich finde, es wäre mal Zeit dafür“, sagt die Kandidatin.

Die 63-jährige Wagner macht sich dafür stark, den Klimawandel durch eine „Verkehrs-, Energie-, Bau- und Ressourcenwende“ zu stoppen. Die vergangenen Regierungskoalitionen hätten „nicht die politische Kraft“ gehabt, dem ernsthaft etwas entgegen zu setzen. „15 Jahre ohne grüne Regierungsbeteiligung im Bund zeigen dramatisch das Fehlen eines konsequenten sozial-ökologischen Reformwillens“, heißt es in Wagners Bewerbung. Nun wollten die Grünen „nach der Bundestagswahl Verantwortung übernehmen“.

Auch andere Abgeordnete treten erneut an

Nicht nur Wagner und Hoffmann bewerben sich für eine weitere Legislaturperiode im Bundestag. Auch die anderen drei Abgeordneten – der Außen- und Verteidigungspolitiker Omid Nouripour, die Gesundheitsexpertin Kordula Schulz-Asche und der Sozialpolitiker Wolfgang Strengmann-Kuhn treten erneut an.

Angesichts der Umfragen können die hessischen Grünen damit rechnen, diesmal etwa doppelt so viele Mandate zu erhalten wie beim vorigen Mal. Damals hatten sie 9,7 Prozent der Stimmen geholt.

Um aussichtsreiche Plätze auf der Landesliste bewerben sich etwa junge Kandidaten wie der Grünen-Landesvorsitzende Philip Krämer (28) und die Landessprecherin der Grünen Jugend Hessen, Deborah Düring (26). Eine frühere Bundestagsabgeordnete strebt die Rückkehr ins Berliner Parlament an: Die 37-jährige Anna Lührmann gehörte von 2002 bis 2009 dem Bundestag an, damals als jüngste Abgeordnete.

Vom Hessischen Landtag will der Sozialpolitiker Marcus Bocklet in den Bundestag wechseln. Er bewirbt sich um Platz acht, der umkämpft werden dürfte. Das gilt ebenfalls für den Kasseler Fraktionsvorsitzenden Boris Mijatovic. Auch der Außenpolitiker Jan Schierkolk, der aus Frankfurt stammt, aber in der Türkei lebt, strebt wohl diesen Platz an.

Atmosphärisch wird sich der Parteitag deutlich vom sonst Üblichen unterscheiden. Die Partei hat für die anwesenden Kandidatinnen und Kandidaten eine Halle auf der Frankfurter Messe gemietet. Die Mitglieder folgen ihren Vorstellungsreden via Internet. Auch die Abstimmung erfolgt digital, gilt aber nur als vorläufig. Das Wahlgesetz erlaubt die endgültige Abstimmung nur in Präsenz. Daher können Mitglieder am Sonntagmittag in die Veranstaltungshalle kommen und ihr Votum für oder gegen die Liste abgeben.

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