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Karl-Heinz Jungmann  führte den DGB von 1987 bis 1994.
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Karl-Heinz Jungmann führte den DGB von 1987 bis 1994.

Nachruf

Ex-DGB-Chef gestorben

  • Pitt v. Bebenburg
    vonPitt v. Bebenburg
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Jungmann wandte sich kompromisslos gegen Aufrüstung - und er spielte eine besondere Rolle nach der deutschen Vereinigung.

Sein Engagement gegen Aufrüstung und Rechtsextremismus war radikal. Als hessischer DGB-Vorsitzender forderte Karl-Heinz Jungmann vor 30 Jahren die Enteignung deutscher Waffenproduzenten, „auch wenn das Arbeitsplätze kostet“. Rechtsextreme Parteien wie die NPD und DVU sollten verboten werden, verlangte er lange vor dem NPD-Verbotsverfahren.

Im Dezember 2020 ist Jungmann, der den Deutschen Gewerkschaftsbund in Hessen von 1987 bis 1994 führte, nach langer Krankheit im Alter von 76 Jahren gestorben. Das teilte der DGB-Bezirk Hessen-Thüringen am Freitag mit. Der Bezirksvorsitzende Michael Rudolph und sein Stellvertreter Sandro Witt würdigten Jungmann als „herausragende Persönlichkeit“.

Er habe sich für Arbeitszeitverkürzung, Mitbestimmung und die Sicherung des Friedens durch weltweite Abrüstung starkgemacht. Außerdem sei es ihm zu verdanken, dass der DGB bereits kurz nach der Öffnung der innerdeutschen Grenze in Erfurt das erste Büro in Ostdeutschland eröffnet habe. Jungmann hatte nach Ausbildungen bei Bahn und Polizei 1966 eine hauptamtliche Gewerkschaftskarriere eingeschlagen. Von 1977 bis 1987 war er Vorsitzender der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) in Frankfurt.

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