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Hessens Eltern eine Stimme geben

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Von: Peter Hanack

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Gerade Kita-Eltern – und damit Kita-Kinder – brauchen aber eine starke Stimme.
Gerade Kita-Eltern – und damit Kita-Kinder – brauchen aber eine starke Stimme. © Imago

Eine Vertretung von Kita-Eltern auf hessischer Landesebene ist überfällig. Doch das genügt nicht. Ein Kommentar.

Das wird aber auch Zeit. Hessen ist eines des letzten Bundesländer, in denen es noch keine Landesvertretung für die Eltern von Kita-Kindern gibt. Nun also sollen Väter und Mütter bei Gesetzesänderungen, der Ausbildung des Personals oder dem Recht auf Betreuung immerhin informiert und angehört werden.

Das ist sicher ein Fortschritt. Doch der Gesetzentwurf macht auch auf einen deutlichen Mangel aufmerksam. Es gibt in Hessen kaum Elternvertretungen von Kita-Kindern, die über die jeweilige Einrichtung hinaus gehen. Nur wenige Städte haben überhaupt einen kommunalen Beirat und auch dort spricht dieser bestenfalls für einen Teil der Einrichtungen. In anderen Bundesländern ist auch das eine Selbstverständlichkeit.

Gerade Kita-Eltern – und damit Kita-Kinder – brauchen aber eine starke Stimme, die gesetzlich legitimiert ist und ihr Selbstbewusstsein aus der Tatsache ziehen kann, von den Eltern selbst ins Amt gewählt worden zu sein.

Dass dies nun auf Landesebene kommen soll, ist gut und nötig. Doch Hessens Eltern brauchen mehr. Sie brauchen eine solche Stimme auch in der Stadt oder Gemeinde, in der sie zu Hause sind. Deshalb sollten Kita-Elternbeiräte auch auf kommunaler Ebene verpflichtend werden. Dass sich auf freiwilliger Basis da zu wenig tut, haben die vergangenen Jahre gezeigt. Mitreden fängt ja nicht erst mit der Einschulung an.

Siehe „Eltern sollen auch in Hessen mitreden dürfen“

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