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Hessens Diakonie wird Teil der evangelischen Landeskirche

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Von: Peter Hanack

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Auch das ist ein Diakonie-Projekt: Ein Übergangswohnheim des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau in Wiesbaden. Foto: Michael Schick
Auch das ist ein Diakonie-Projekt: Ein Übergangswohnheim des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau in Wiesbaden. Foto: Michael Schick © Michael Schick

Die neue Struktur soll die Zusammenarbeit und Sichtbarkeit verbessern. 1300 Mitarbeitende sind von dem Zusammenschluss betroffen. Die Fusion ist Teil des Reformprozesses der Kirche.

Die Diakonie in Hessen wird ein Tochterunternehmen der evangelischen Landeskirche (EKHN). Die Kirchenleitung hat diesem Schritt nun zugestimmt. Kirche und die 17 diakonischen Werke sollen ihre Zusammenarbeit stärken. Das ist Teil des Reformprozesses „ekhn2030“.

Der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Hessen, Carsten Tag, begrüßte die Entscheidung. Diese sei „Schlusspunkt eines langen Prozesses und zugleich Startschuss für ein neues Miteinander von Kirche und Diakonie zum Wohl der Menschen“. Bereits Ende November hatte die Kirchensynode, das „Parlament“ der EKHN, mit großer Mehrheit für einen Zusammenschluss votiert.

Für die EKHN ist die Eingliederung in die hessen-nassauische Kirche ein wichtiger Schritt zu einer stärkeren Verzahnung von Kirche und Diakonie. Hessen-Nassaus stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf sieht in der Eingliederung ein „wichtiges Zeichen für das engere Zusammenwirken. Kirche und Diakonie sollen dadurch vor Ort verstärkt als gemeinsame Partnerinnen in den Sozialräumen sichtbar werden.

Die 17 regionalen Diakonischen Werke in Hessen-Nassau mit ihren 1300 Mitarbeitenden werden vom kommenden Jahr an Teil der verfassten Kirche sein. Die „Regionale Diakonische Werke in Hessen und Nassau gGmbH“ (Diakonische Werke) ist dann eine Tochtergesellschaft der EKHN. Die Diakonischen Werke sind an rund 180 Standorten auf dem Gebiet der evangelischen Landeskirche in Hessen und Rheinland-Pfalz aktiv.

Eine Stimme vor Ort

„Dass die EKHN uns nun zum Jahresbeginn als Tochterorganisation übernimmt, macht uns verstärkt erlebbar als zusammengehörige Einheit vor Ort“, sagt Volker Knöll, Geschäftsführer der Regionalen Diakonischen Werke. „Wir vernetzen uns ja bereits seit einigen Jahren und sind gemeinsam im Sozialraum tätig.“ Die Diakonischen Werke seien seit vielen Jahren die „sozialpolitische Stimme vor Ort“ und übernähmen als Organisation die soziale Arbeit und damit gesellschaftliche Verantwortung der evangelischen Kirche.

Die Diakonischen Werken bieten die ambulante Betreuung psychisch kranker Menschen, Wohnungsnotfallhilfe, Flüchtlingshilfe, Beratung von Frauen, Familien und Kindern sowie die ambulante Betreuung von suchtkranken Menschen.

Mehr zur Diakonie im Internet unter www.regionale-diakonie-hn.de

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