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Seit einem halben Jahr sind Gaststätten in Hessen geschlossen. Michael Schick
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Seit einem halben Jahr sind Gaststätten in Hessen geschlossen. Michael Schick

Lockdown

Hessen: Wirtschaft fordert Öffnungen

  • Helen Schindler
    VonHelen Schindler
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Hessische Wirtschaftsverbände fordern Lockerungen für Handel, Gastronomie und Hotellerie. Einen gemeinsamen Öffnungsplan haben sie der Landesregierung vorgelegt.

Nach einem halben Jahr im zweiten Lockdown soll Hessen „verantwortbare Öffnungsschritte“ für den Handel, die Gastronomie und die Hotellerie festlegen. Das fordern der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK), der Dehoga Hessen und der Handelsverband Hessen angesichts sinkender Inzidenzen und steigender Impfquote sowie einer entsprechenden Teststrategie in einem gemeinsamen Aufruf. Bereits am 23. April hätten sie der Landesregierung einen detaillierten Öffnungsplan vorgelegt. Darin fordern sie die Öffnung der Außengastronomie mit Terminvereinbarungen sowie weitere Erleichterungen für den Einzelhandel, sofern der jeweilige Landkreis eine stabile Inzidenz von unter 100 aufweist. Auch touristische Übernachtungen sollen dann wieder möglich sein.

„Konkret schlagen wir vor, die Außengastronomie ab einer stabilen Inzidenz unter 100 komplett zu öffnen“, sagt Dehoga-Präsident Gerald Kink. „Testungen unter freiem Himmel sehen wir angesichts strenger Abstands- und Hygieneregeln als entbehrlich an. Warum sollte in der Außengastronomie getestet werden, wo die Menschen auf Abstand und mit Wegeführung durch uns im Freien sicherer sind als am Flussufer?“ Die Innengastronomie müsse für Geimpfte, Genesene sowie negativ Getestete ebenfalls öffnen. „Tests im Bereich von Inzidenzen zwischen 50 und 100 sind darstellbar und würden eine Öffnung verantwortbar machen, ohne dabei das Risiko eingehen zu müssen, erreichte Erfolge zu verspielen“, sagt Kink. „Das will niemand.“

Auch HIHK-Präsident Eberhard Flammer betont: „Umfangreiches Testen in Verbindung mit Masken, Abstand und Hygienekonzepten gibt größtmögliche Sicherheit.“ Das hätten die „sehr positiven“ Erfahrungen aus der Pilotkommune Alsfeld gezeigt. „Jetzt gilt es, auf Landesebene die Weichen für Öffnungen zu stellen, nicht nur für vollständig Geimpfte.“ Jeder verantwortbare Öffnungsschritt sei praktische Wirtschaftshilfe und reduziere die Belastung der öffentlichen Kassen.

Die Finanzierung der Tests soll der Bund im Rahmen der kostenlosen Bürgertests übernehmen, die Nachverfolgung soll über die Luca-App stattfinden, wie aus dem Öffnungsplan hervorgeht. Weil die hessische Corona-Verordnung am 9. Mai auslaufe, sei nun der richtige Zeitpunkt, sich mit einem umfassenden Öffnungsplan auf den Tag vorzubereiten, an dem das Infektionsschutzgesetz nicht mehr greife, fordern die Wirtschaftsverbände.

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