Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Lehrkräfte-Mangel

Hessen wirbt um Studierende für eine Karriere an der Berufsschule

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
    schließen

Land fördert Metall- und Elektro-Studierende mit 1500 Euro im Monat. Das Projekt ist bundesweit einmalig und startet an den Universitäten Darmstadt und Kassel.

Seit vielen Jahren schon fehlen an den hessischen Berufsschulen die Pädagogen. Besonders knapp sind Lehrkräfte in der Metall- und Elektrotechnik. Hessen geht nun neue Wege, um das dringend benötigte Personal zu finden. Schon beim Studium sollen die angehenden Metall- und Elektrotechniker für den Lehrerberuf gewonnen werden.

Das Pilotprojekt des Landes startet an den Universitäten in Darmstadt und Kassel. Mit Beginn des Wintersemesters 2021/2022 bekommen dort Master-Studierende der Fachrichtungen Metall- und Elektrotechnik, die sich vorstellen können, Lehrkraft in Hessen zu werden, die Möglichkeit, sich für eine von 40 Masterförderungen zu bewerben. Sie erhalten dann monatlich rund 1500 Euro und müssen mehrere Praxisphasen absolvieren.

„Wer ein Mint-Studium [Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik; d. Red.] aufnimmt, strebt in der Regel eine Karriere in der Wirtschaft oder Wissenschaft an“, erläuterte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Dienstag in Wiesbaden den Ansatz des Konzepts. „Aber es gibt eben auch jene, denen während des Studiums klar wird, dass sie gerne als ausgebildete Lehrerin oder Lehrer mit Schülern arbeiten wollen.“ Genau dort setze das bundesweit einzigartige Förderangebot an.

Während ihrer Masterstudienzeit sollen die Studierenden bis zu drei Jahre lang monatlich eine finanzielle Förderung erhalten. Dafür besuchen sie – neben ihrer theoretischen Ausbildung an der Universität – einen Tag in der Woche eine berufliche Schule. Im ersten Semester sollen sie dort lediglich hospitieren, also vor allem einen ersten Einblick gewinnen. In späteren Semestern sollen sie dann mit Unterstützung der Berufsschullehrkräfte auch selbst unterrichten.

Lehrkräftemangel hält an

Der Unterricht soll von erfahrenen Ausbilderinnen und Ausbildern begleitet werden. Diese bieten laut Kultusminister darüber hinaus auch Veranstaltungen an, die den Studierenden den späteren Übergang in den Schulalltag erleichtern sollen. Pro Standort und Jahr würden jeweils 20 Studierende gefördert.

Hessen bietet bereits seit mehreren Jahren verschiedene Quer- und Seiteneinstiegsprogramme für Berufstätige an. Den Mangel an Lehrkräften hat dies noch nicht beheben können. Das grundlegend Neue an der Masterförderung sei, dass der finanzielle Aspekt bereits fest im Studium verankert werde. „Unser neues Angebot gibt Studierenden neben der unmittelbaren Förderung im Studium außerdem die Möglichkeit, den anschließenden Vorbereitungsdienst [Referendariat; d. Red.] zu verkürzen und somit noch schneller in den Lehrerberuf einzusteigen“, so Lorz.

Informationen unter masterfoerderung.la@kultus.hessen.de

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare