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Hessen will Strategien gegen die Personalnot entwickeln

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Von: Peter Hanack

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Die Bundesregierung hat eigentlich das Ziel, dass jährlich 400 000 Wohnungen gebaut werden sollen.
Die Bundesregierung hat eigentlich das Ziel, dass jährlich 400 000 Wohnungen gebaut werden sollen. Doch auch am Bau fehlt nicht nur Material, sondern auch Personal. © Marcus Brandt/dpa

Zukunftswerkstätten in den 26 Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen sollen die Akteure des Arbeitsmarkts zusammenbringen. So soll dem Fachkräftemangel begegnet werden.

Fulda verzeichnet seit Ende der 1990er Jahre hessenweit die niedrigste Arbeitslosenquote. „Wir haben fast Vollbeschäftigung“, sagt Christoph Burkard, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Region Fulda. Was bislang als großartig galt, gerät angesichts des steigenden Fachkräftemangels zum Nachteil. Denn die Region Fulda hat kaum Arbeitskraftreserven. „Und die Einpendler aus Bayern und Thüringen werden auch immer weniger“, sagt Burkard.

Fulda ist nur eine der Regionen am Rande Hessens, die angesichts der Prognosen zur Fachkräfteentwicklung, wie sie gerade das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) im Auftrag des hessischen Sozialministeriums vorgestellt hat, mit Bangen in die Zukunft sehen. Auch Barbara Eckes, Wirtschaftsförderin im Kreis Waldeck-Frankenberg im äußersten Norden des Bundeslands, befürchtet einen zunehmenden Mangel an Personal.

Initiative gestartet

Beide setzen darauf, gemeinsam mit anderen Akteuren in ihren Kreisen die Fachkräftesicherung vorantreiben zu können. Unterstützt werden sie dabei von der am Donnerstag gestarteten hessischen Fachkräfteinitiative, in der das Sozialministerium mit dem an der Goethe-Universität ansässigen IWAK kooperiert.

Im Laufe dieses Jahres, möglichst noch vor der Sommerpause, bieten Ministerium und Institut in den 26 Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen sogenannte Zukunftswerkstätten an. In diesen eintägigen Präsenzveranstaltungen sollen Wirtschaftsförderung, Kammern, Verbände, Betriebe, Gewerkschaften, Arbeitsagentur und Jobcenter sowie Weiterbilder, Ausländerbehörden, Berufsschulen und Hochschulen gemeinsam passgenaue Strategien zur Bewältigung des Fachkräftemangels entwickeln. Weitere, virtuelle Treffen im Jahr 2024 sollen dazu dienen, erfolgversprechende Ideen weiterzugeben oder von ihnen zu erfahren.

Die kommunalen Wirtschaftsförderungen laden gemeinsam mit Landrat oder Landrätin alle Arbeitsmarktakteure zu den Zukunftswerkstätten ein. Das IWAK organisiert und moderiert die Workshops und soll dafür sorgen, dass die Ergebnisse in der Praxis wirksam werden können.

Informationen gibt es unter den Telefonnummern 069/798-25475 und -23890 beim IWAK.

Siehe „Personalnot in Hessen“

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