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Neue Lampen braucht das Land, die sich in drei Jahren amortisiert haben.
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Neue Lampen braucht das Land, die sich in drei Jahren amortisiert haben.

Hessen

Hessen will mehr LED-Licht

  • Pitt v. Bebenburg
    VonPitt v. Bebenburg
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Hessens grüner Wirtschaftsminister Al-Wazir fordert: Kommunen sollen durch Laternen-Austausch Geld und Energie einsparen.

Der hessische Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hat seinen Appell an Städte und Gemeinden erneuert, alte Straßenlaternen durch neue LED-Leuchten zu ersetzen. Er rechnete vor, dass dadurch viel Strom eingespart werden kann. „Die beste Energie ist die, die nicht verbraucht wird“, sagte Al-Wazir in einer Video-Pressekonferenz am Donnerstag.

Der Grünen-Minister rechnete außerdem vor, dass die Kommunen durch den Wechsel auf moderne Leuchten viel Geld sparen könnten. Dank der Zuschüsse von Bund und Land rechneten sich die Investitionen nach drei Jahren für sie. Dann stehe das Geld für andere Ausgaben zur Verfügung.

Die Gießener Stadträtin Gerda Weigel-Greilich (Grüne) bestätigte dies in der Pressekonferenz. Ihre Stadt habe die Stadtbeleuchtung in zwei Schritten in den Jahren 2015 und 2020 umgestellt. Nun beliefen sich die Einsparungen auf eine halbe Million Euro. „Wir konnten das Geld für eine Verbesserung der Kinderbetreuung nutzen“, berichtete Weigel-Greilich.

Knapp die Hälfte der 714 000 Straßenlaternen in Hessen sind nach Angaben von Minister Al-Wazir bereits ausgetauscht worden. Die Landesenergieagentur sieht Nachholbedarf vor allem in den Großstädten Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt und Kassel. Außerdem müssten einige kleinere Gemeinden nachziehen. Insbesondere ihnen stehe die Agentur mit Beratung zur Seite, versicherte Karsten McGovern, der Geschäftsführer der Landesenergieagentur.

Umrüstung

Rund 714 000 Straßenleuchten stehen in Hessen. Fast jede zweite wurde mittlerweile auf LED-Technik umgerüstet.

15 Prozent der Kosten für die Umrüstung übernimmt das Land Hessen. Vom Bund gibt es einen höheren Zuschuss, der zwischen 25 und 40 Prozent beträgt. pit

Bereits vor vier Jahren hatte Al-Wazir an die Kommunen appelliert und auf Förderprogramme hingewiesen. Seinerzeit äußerte sich insbesondere die Stadt Frankfurt skeptisch, ob die LED-Leuchten tatsächlich kostengünstiger seien als die herkömmlichen Natriumdampflampen.

Die Verantwortlichen des Landes warben nicht nur mit der Ersparnis von Energie und Kosten für die LEDs. Sie sehen auch andere Vorteile, etwa eine zielgenauere Beleuchtung, was gegen Lichtverschmutzung helfen könne und Insekten schütze.

Dem widersprach in der Pressekonferenz Sabine Frank, die Leiterin des Sternenparks Rhön. Sie setzt sich seit Jahren dafür ein, dass nicht zu viel Licht das nächtliche Leben von Menschen und vielerlei Arten in der Dunkelheit stört.

Zur „Umwelteffizienz“ gehöre es auch, auf unnötige Beleuchtung zu verzichten, sagte Frank. Die Umrüstung müsse dafür genutzt werden, Lampen ganz einzusparen, forderte sie.

Zudem erläuterte sie, dass das Licht der alten Natriumdampflampen „insektenfreundlich“ sei. Schädlich sei für die Tiere ein hoher Blauanteil in der Lichtfarbe. Bei der Planung von LED-Beleuchtung müsse darauf geachtet werden, dies zu vermeiden, forderte die Nachtschützerin Frank.

Minister Al-Wazir erwiderte, die Umstellung auf LED biete viele Möglichkeiten, das Farbspektrum einzustellen oder das Licht zu dimmen. Verantwortlich seien aber letztlich die Kommunen, fügte Agenturchef McGovern hinzu. Das Land könne ihnen nicht vorschreiben, für welche Beleuchtung sie sich entschieden.

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