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Nichts los im Klassenzimmer. Für viele Schüler:innen war das offenbar das Signal zum Abtauchen.
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Nichts los im Klassenzimmer. Das soll es nicht mehr geben.

Hessen

Hessen will keine Schulschließungen mehr

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Hessens Kultusminister Lorz: Wenn irgendetwas offen bleibt, dann die Schulen. Hessens SPD-Chefin Faeser spricht sich für vorgezogene Ferien aus.

Der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat sich zum Ziel gesetzt, die Schulen trotz der vierten Corona-Welle nicht zu schließen. „Wenn irgendetwas offen bleibt in diesem Land, dann müssen es die Schulen sein“, sagte Lorz am Mittwoch im Hessischen Landtag. Dort diskutierte der schulpolitische Ausschuss darüber, ob die Schulen ausreichend auf die Wintermonate vorbereitet sind.

Lorz zeigte sich erfreut, dass es nach seiner Beobachtung zwischen den Parteien einen Konsens in diesem Land gebe, dass die Schulen wirklich die letzten Einrichtungen seien, die geschlossen werden könnten. Dafür wolle er kämpfen.

Tatsächlich meldete sich die Partei- und Fraktionsvorsitzende der SPD, Nancy Faeser, zur selben Zeit mit der gleichen Zielrichtung zu Wort. Unter den coronabedingten Schulschließungen der vergangenen Monate hätten Schülerinnen und Schüler schwer gelitten, stellte die Sozialdemokratin in einer Pressemitteilung fest. „Jetzt müssen wir alles tun, um Schulschließungen zu vermeiden und den Familien Planbarkeit für die Feiertage zu ermöglichen.“ Konkret schlug Faeser vor, „die Weihnachtsferien einige Tage früher beginnen zu lassen – also schon am Montag statt am Donnerstag vor Weihnachten“.

Auch die Fraktionschefin der Linken, Elisabeth Kula, drang darauf, die Schulen offen zu halten. Sie nannte es „erschreckend, wie schlecht das hessische Kultusministerium auf diese heftige vierte Welle vorbereitet“ sei. Es seien weder flächendeckend Luftfilter installiert worden, noch gebe es einen Notfallplan, wie Unterricht möglichst in Präsenz unter diesen Bedingungen gewährleistet werden könne, beklagte die Linken-Politikerin.

Positiv getestet

4747 Schülerinnen und Schüler sind seit Ende der Herbstferien in Hessen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei Lehrkräften fielen 219 Tests positiv aus. Das berichtete Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Mittwoch im Landtag.

Der Anteil der positiv ausgefallenen Tests habe damit 0,08 Prozent betragen. pit

Durch die regelmäßigen Tests aller Schülerinnen und Schüler ist es nach Darstellung des Kultusministers zumeist gelungen, infizierte Jungen und Mädchen rechtzeitig in Quarantäne zu schicken. „Diese Einzelfälle ziehen in der Regel keine weiteren Infektionen in der Schule nach sich“, berichtete Lorz. Er geht davon aus, dass sich die Betroffenen in der Regel zu Hause oder im Freundeskreis angesteckt haben, aber nicht in der Schule. Ausbrüche, die ganze Schulen beträfen, habe es jedenfalls „nur vereinzelt“ gegeben.

Der Minister berichtete, dass 0,08 Prozent der Tests bei Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften positiv ausgefallen seien. Das wäre ein positiver auf rund 1250 negative Tests.

Der AfD-Abgeordnete Frank Grobe sagte, die Corona-Maßnahmen in den Schulen seien „ein Witz, wenn man sieht, wie gering die Zahl der positiv Getesteten ist, zumal ja nicht alle krank werden“. Man müsse diese Gefahr ins Verhältnis setzen mit den psychischen Belastungen für die Kinder.

Die Linke Kula forderte, das Land müsse „flächendeckend kostenfreie Masken in den Schulen zur Verfügung“ stellen, da sie dort eine Maskenpflicht verhängt habe. Lorz entgegnete, Masken müssten nicht nur in der Schule, sondern an vielen Orten getragen werden. Die Schülerinnen und Schüler verfügten daher normalerweise über Masken, wenn sie zur Schule kämen.

Das Land stelle lediglich einen Vorrat zur Verfügung für Kinder, die ihre Maske verloren oder vergessen hätten, oder wenn der Mund-Nasen-Schutz kaputt gehe. Der Minister teilte mit, dass das Land den Schulen zu diesem Zweck innerhalb von rund fünf Wochen 1,2 Millionen Masken zur Verfügung gestellt habe.

Auch für die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten stehe mit drei Förderprogrammen von Bund und Ländern ausreichend Geld zur Verfügung, soweit dieses von den Schulen beantragt werde, ließ der Minister wissen.

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