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Hessen: Weniger Fehltage bei der Polizei

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Von: Hanning Voigts

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Hessische Polizisten haben im vergangenen Jahr seltener im Dienst gefehlt als in den Jahren zuvor. Foto: dpa
Hessische Polizisten haben im vergangenen Jahr seltener im Dienst gefehlt als in den Jahren zuvor. Foto: dpa © dpa

Hessische Polizistinnen und Polizisten waren im vergangenen Jahr im Durchschnitt 24 Tage nicht im Dienst, weniger als vor der Pandemie. Innenminister Peter Beuth sieht das als Erfolg.

Polizistinnen und Polizisten in Hessen haben in den vergangenen zwei Jahren weniger oft im Dienst gefehlt als vor der Coronavirus-Pandemie. Wie das hessische Innenministerium mitteilte, gab es bei Polizist:innen im vergangenen Jahr im Durchschnitt 24,34 Fehltage, im Jahr 2020 waren es noch 24,95 gewesen. Im Jahr 2019 hatten die Beamt:innen 26,78 Tage pro Person im Dienst gefehlt.

Innenminister Peter Beuth (CDU) hält dies für ein Ergebnis seiner Anstrengungen, die Polizei zu entlasten. „Für unsere Polizeibeamtinnen und -beamte waren die Pandemiejahre 2020 und 2021 sehr belastend“, sagte Beuth. „Trotz der erschwerten Bedingungen und der großen Herausforderungen haben die Kolleginnen und Kollegen deutlich seltener gefehlt.“ Um die Polizei zu unterstützen, habe man seit 2018 insgesamt 1165 zusätzliche Beamt:innen eingestellt, bis zum Jahr 2025 solle es mit 16 000 Polizist:innen so viele in Hessen geben wie nie zuvor. Mit einer Corona-Sonderprämie von 1000 Euro sowie verbesserten Aufstiegschancen arbeite man daran, den Polizeiberuf attraktiv zu halten, so der Innenminister.

1,5 Millionen Überstunden

Probleme bereitet der Landesregierung nach wie vor ein Urteil des hessischen Verwaltungsgerichtshofs vom November vergangenen Jahres. Das höchste Verwaltungsgericht des Landes hatte geurteilt, dass die Beamtenbesoldung in Hessen verfassungswidrig sei, weil die Bezüge gerade in den unteren Besoldungsstufen zu niedrig seien. Beuth kündigte an, dass die noch zu stemmende Reform „absehbar zu einer weiteren Verbesserung der Besoldung hessischer Polizeibeamter führen wird“.

Durch eine Landtagsanfrage der SPD wurde derweil bekannt, dass hessische Polizist:innen in den vergangenen zwei Jahren rund 1,5 Millionen Überstunden angehäuft haben, die nicht durch Freizeit ausgeglichen werden konnten und somit ausbezahlt werden mussten. Allein im vergangenen Jahr kostete das das Land rund 16 Millionen Euro.

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