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Eine Satellitenschüssel mit dem Logo der ARD ist beim Hessischen Rundfunk auf einem Dach zu sehen.
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Eine Satellitenschüssel mit dem Logo der ARD ist beim Hessischen Rundfunk auf einem Dach zu sehen.

Hessen

Hessen: Weibliche Mehrheit im HR-Rundfunkrat

  • Pitt von Bebenburg
    vonPitt von Bebenburg
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Vor fünf Jahren wurde vom Hessischen Landtag das HR-Gesetz geändert – das entfaltet jetzt die erwünschte Wirkung.

Der Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks ist erstmals überwiegend weiblich besetzt. Dem HR-Kontrollgremium, das sich in der vorigen Woche konstitutierte, gehören jetzt 17 Frauen und 15 Männer an.

Die Grünen im Hessischen Landtag zeigten sich erfreut. „Das ist die direkte Folge der Änderung des HR-Gesetzes und sorgt endlich für mehr Gleichberechtigung auch in diesem Gremium“, kommentierte der Fraktionsvorsitzende Mathias Wagner.

Im HR-Rundfunkrat sind überwiegend gesellschaftliche Gruppierungen wie Kirchen, Gewerkschaften sowie Verbände aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Sport vertreten. Sie nominieren jeweils eine Person als Mitglied im Rundfunkrat. Die Männer waren dabei immer deutlich in der Mehrheit.

Im Jahr 2016 änderte der Landtag das HR-Gesetz, damit Frauen stärker repräsentiert werden. Seither muss jede Organisation eine Frau entsenden, wenn sie vorher einen Mann geschickt hat. Umgekehrt gilt das ebenfalls. Der Hessische Landtag orientierte sich an der Regelung für den Fernsehrat des ZDF.

Damals, vor fünf Jahren, gehörten dem Rundfunkrat noch 23 Männer und sieben Frauen an. Inzwischen gibt es 32 Mitglieder. Neu hinzu kamen Vertreter der muslimischen Glaubensgemeinschaften und des Hessischen Jugendrings, die Männer nominierten.

Als das Gesetz verabschiedet wurde, wurden im Landtag Bedenken laut, ob es tatsächlich zu mehr Mitbestimmung von Frauen führen würde. Der Grund: Das Gesetz sieht eine Ausnahme vor, wenn ein Wechsel „aufgrund der Zusammensetzung der entsendungsberechtigten Stelle nicht möglich oder aus sonstigen Gründen nicht sachdienlich“ ist. Das ist auf den Landesfrauenrat gemünzt.

Mit der Konstituierung des neuen Rundfunkrats zeigt sich, dass die Änderungen Wirkung entfalten. So stellen etwa die katholische Kirche mit Beate Gilles und die muslimischen Gemeinden mit Khola Hübsch erstmals Frauen in dem Gremium.

Neuer Vorsitzender ist der Chef des Landessportbundes, Rolf Müller. Er folgte auf Handwerksvertreter Harald Brandes.

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