Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Corona-Regeln in Hessen ändern sich. Manches wird strenger, anderes lockerer.
+
Die Corona-Regeln in Hessen ändern sich. Manches wird strenger, anderes lockerer.

Corona-Verordnung

Hessen verschärft Regeln für Heime und lockert bei Schulen

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
    schließen

Hessen ordnet tägliche Tests für Nicht-Geimpfte in Kliniken, Alten- und Pflegeheimen an. Dafür dürfen nun auch Unter-18-Jährige ohne Impfung zu 2G-Veranstaltungen.

In Hessen gelten bereits vom kommenden Wochenende an neue Corona-Regeln. So sollen auch Ungeimpfte unter besonderen Bedingungen an Veranstaltungen teilnehmen dürfen, die eigentlich Geimpften und Genesenen vorbehalten sind (2G-Modell). Und auch für die Fastnachtsumzüge gibt es nun Vorgaben.

Verschärft wird die Testpflicht in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen . Ab Montag, 8. November, muss dort das nicht geimpfte oder genesene Personal täglich auf Infektionen getestet werden, kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden an.

Neu sind auch die zusätzlichen kostenlosen Testmöglichkeiten für die Besucherinnen und Besucher der Krankenhäuser und Heime. Die Einrichtungen müssen ihnen Tests direkt an Ort und Stelle anbieten. Die Kosten dafür erhalten die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen vom Bund erstattet. „Damit“, sagte Bouffier, „gewährleisten wir wie etliche andere Bundesländer auch sichere Besuche.“ Gerade in Alten- und Pflegeheimen stiegen trotz der Impfungen die Infektionszahlen.

Veranstaltungen nach dem 2G-Modell (geimpft, genesen) können künftig auch von Ungeimpften besucht werden. Dies gilt für Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Außerdem sollen auch Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren Zugang erhalten können. Allerdings müssen die Ungeimpften dann einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen. Bei Schülern und Schülerinnen gilt auch das in der Schule ausgefüllte Testheft als Nachweis. In Tanzlokalen, Clubs und Diskotheken gelten die bisherigen strengeren Anforderungen weiterhin.

Inzidenz steigt

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen ist am Mittwoch in Hessen leicht gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner:innen innerhalb von sieben Tagen lag nach Angaben des hessischen Sozialministeriums und des Berliner Robert Koch-Instituts nach 122,9 am Vortag bei 126,3 (Stand 0 Uhr).

1764 Neuinfektionen wurden innerhalb von 24 Stunden im Bundesland registriert. Laut RKI starben elf weitere Menschen im Zusammenhang mit Covid-19.
Auch die Hospitalisierungsinzidenz stieg wieder leicht an auf 3,61. Eine Woche zuvor waren es 3,5 Neuaufnahmen von Covid-19-Patient:innen bezogen auf 100 000 Einwohner:innen innerhalb von sieben Tagen.

Auf hessischen Intensivstationen waren 186 Betten mit Covid-19-Patient:innen belegt. Bei 171 wurde eine Sars-CoV-2-Infektion bestätigt, bei 15 bestand den Angaben zufolge der Verdacht. Eine Woche zuvor lagen 162 Patient:innen auf den Intensivstationen. dpa

An den Schulen werden die Quarantänebestimmungen gelockert. Künftig muss nur noch das positiv getestete Kind direkt in Quarantäne gehen. Bislang galt dies auch für die engen Kontaktpersonen, also etwa Sitznachbarn. Allerdings müssen alle Mitschülerinnen und Mitschüler des positiv Getesteten 14 Tage lang ihre Maske auch am Platz tragen. Die gesamte Klasse wird in diesem Zeitraum zudem täglich getestet.

Bei Großveranstaltungen mit bis zu 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern genügt künftig ein Abstands- und Hygienekonzept. Bei mehr als 5000 Teilnehmenden muss das zuständige Gesundheitsamt die Veranstaltung genehmigen.

Bei Fastnachtsumzügen und anderen Festzügen sollen die gleichen Regeln wie bei Weihnachtsmärkten gelten. Weihnachtsmärkte werden in Hessen nach dem Vorbild von Wochen- und Flohmärkten behandelt. So darf dort nur in eigens dafür vorgesehenen, abgesperrten Bereichen gegessen oder getrunken werden. Zugangsbeschränkungen gibt es laut Bouffier allerdings nicht, auch muss keine Obergrenze für die Personenzahlen festgelegt werden.

Die neue Corona-Schutzverordnung gilt zunächst bis 28. November. „Es ist erneut eine gemeinsame Kraftanstrengung gefragt, damit unser Gesundheitssystem nicht überlastet wird“, sagte Bouffier.

Er betonte zudem, dass es wichtig sei, sich angesichts der steigenden Inzidenzen in den nächsten Wochen impfen zu lassen. Der weit überwiegende Teil der erkrankten Menschen auf den Intensivstationen nicht nur in Hessen sei nicht geimpft, so der Ministerpräsident. Gerade jetzt müsse man alles dafür tun, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet werde.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare