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Hessen: Unterstützung auf dem Weg zur Gleichberechtigung für Sinti und Roma

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Von: Jutta Rippegather

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Die „SiRo“-App bietet Rundgänge und Infos zur Geschichte von Sinti und Roma.
Die „SiRo“-App bietet Rundgänge und Infos zur Geschichte von Sinti und Roma. © Michael Schick

Das Land erhöht die Fördermittel für den Landesverband deutscher Sinti und Roma. Ein Zeichen gegen Diskriminierung.

Hessen hat den Staatsvertrag mit dem Landesverband deutscher Sinti und Roma neu unterzeichnet und um zehn Jahre verlängert. Das Ziel sei, Kultur, Tradition und Sprache der Minderheit zu schützen und zu fördern, teilte die Staatskanzlei mit. Außerdem habe das Land zugesagt, die Förderung vom Jahr 2025 an um 200 000 Euro zu erhöhen. Insgesamt erhält der Landesverband dann eine halbe Million Euro jährlich. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) betonte anlässlich der Unterzeichnung die historische und politische Verantwortung: „Rund eine halbe Million Angehörige der Sinti und Roma wurden während der Herrschaft der Nationalsozialisten im Dritten Reich verfolgt, unterdrückt und grausam ermordet.“

Staatsvertrag verlängert

Deshalb werde der Staatsvertrag um weitere zehn Jahre verlängert. Für die Anerkennung der nationalen Minderheit deutscher Sinti und Roma habe die Abmachung große Bedeutung: „Wir unterstützen damit deren ethnische, kulturelle, sprachliche und religiöse Identität und setzen ein deutliches Zeichen für die Akzeptanz und den Schutz von Angehörigen nationaler Minderheiten in Hessen.“

Die Gleichberechtigung sei noch lange nicht erreicht, betonte Landesverbandsvorsitzender Adam Strauß. „Aber mit dem neuen Staatsvertrag machen wir einen weiteren wichtigen Schritt in die richtige Richtung und legen ein Fundament auch für eine gute künftige Zusammenarbeit mit dem Land Hessen.“

Staatsvertrag verlängert

Martina Feldmayer, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, begrüßte die Verlängerung des Vertrags aus dem Jahr 2017. „Mit der Unterzeichnung setzt Hessen ein klares Zeichen für Anerkennung, Respekt und gegen Diskriminierung.“

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