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Hessen und der ÖPNV: Die Guten

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Von: Jutta Rippegather

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Blechlawine in Dortmund. Die Regierung hat noch keine Idee, wie sie die Emissionslücke in diesem Sektor schließen will.
Gegen Blechlawinen hilft der Ausbau des ÖPNV © Imago

Volle Kraft in den Ausbau von Bus und Bahn, bitte. Der Kommentar.

Das Deutschlandticket kommt vermutlich Anfang April. Mehr Angebote bei Bus und Bahn wird es aber nicht geben. Im Gegenteil: Die Branche tritt auf der Stelle, kann geradeso das Niveau halten. Im Süden Hessens ist die Umstellung von Diesel auf Elektrobusse verschoben worden. Im Norden muss so manches Dorf noch länger auf den Ein-Stunden-Takt warten. Und im Rhein-Main-Gebiet wären zusätzliche Schnellbuslinien auch was Feines.

Sollte Deutschland die Klimaziele nicht erreichen, drohen saftige Strafzahlungen bei der EU. Und dass der Verkehr bisher zu wenig an Einsparungen geliefert hat, ist hinlänglich bekannt. Jetzt muss die volle Kraft samt Finanzmitteln in die Förderung des Öffentlichen Nahverkehrs fließen. Das bedeutet auch, die Genehmigungsverfahren für Schienenprojekte zu priorisieren. Die benötigen derzeit in der Regel Jahrzehnte. Diese Zeit haben wir nicht mehr. Die Offensive für Bus und Bahn muss jetzt stattfinden. Der Öffentliche Nahverkehr holt die Blechkisten aus den Städten, verhindert Staus auf den Autobahnen. NVV-Chef Steffen Müller ist zuzustimmen, wenn er sagt: „Wir sind die Guten.“

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